Berlin : Abschalten an der Havel

Elisabeth Binder

Je nachdem wie es im eigenen Haushalt um die Mehrheits- und Platzverhältnisse bestellt ist, könnte man unter Umständen Lust kriegen, mal eine Nacht ganz in Ruhe und Stille woanders zu verbringen. Da dies leider die Saison der Urlaubssperren ist und man vielleicht auch Partner, die vor dem heimischen Fernseher festgewachsen sind, nicht allzu lang allein lassen mag, darf es nur nicht zu weit weg sein. Höchste Zeit also, sich mal wieder an ein klassisches West-Berliner Ausflugsziel zu erinnern. An Schildhorn segelte kein Sommer vor der Wende je vorbei, inzwischen ist es angesichts der großen Konkurrenz im Umland für manche fast ein wenig ins Abseits gerückt. Der Parkplatz ist an schönen Sonntagen aber nach wie vor voll, denn um diese Jahreszeit ist es wunderschön da draußen an der Havel. Das gleichnamige Wirtshaus gibt es noch mit Plätzen am Wasser und im Wintergarten.

Unser Ziel liegt aber gleich nebenan: das Ferienhotel Haus Schildhorn, in dem früher eine gemeinnützige Einrichtung untergebracht war. Es hat einen schönen Garten, in dem man in Strandkörben sitzen und aufs Wasser blicken kann, vor sich ein Tischchen mit Limo und Lektüre. Wer sich bewegen will, kann als Übernachtungsgast eines der bereitliegenden Tret- und Ruderboote mieten. Leider, leider ist ausgerechnet der Verleih mit den Tretbooten in Schwanengestalt, den es auf der anderen Seite des Wirtshauses mal gab, den Zeiten zum Opfer gefallen. Diese hier sehen nicht ganz so romantisch aus, erfüllen ihren Zweck aber auch. Die Zimmer des Hotels kosten zwischen 40 und 61 Euro pro Nacht und etwas zu essen gibt es auch noch dazu. Das Beste ist, dass es in diesem Monat noch freie Zimmer gibt. Ringsum befinden sich viele schön umwucherte Spazierwege, außerdem ein Spielplatz mit Holztieren, Picknickplatz und Badestellen.

Ferienhotel Haus Schildhorn, Straße Am Schildhorn 5, Buchungen unter der Rufnummer 3009700

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