Berlin : Abschied vom alten Grand Hotel

Das Esplanade bekommt im Inneren ein neues Design. Party am Sonnabend

-

Das Grand Hotel Esplanade am Lützowplatz lädt am Sonnabend zur großen Abschiedsparty. Rund 1000 Promis, Kultur- und Wirtschaftsleute feiern mit Hoteldirektor Ronald Starke Abschied. Von wem, von was? Doch nicht von diesem Fünf-Sterne-Haus, das 1988 eröffnet und als eine der größten privaten Investitionen der Nachkriegszeit gefeiert wurde? Die Freunde des Hotels müssen nicht erschrecken. Das Haus schließt nur vorübergehend und die ersten Gäste können wieder am 22. Januar einziehen.

Es geht um ein neues Inneres, ein „kompletter Relaunch des Hotels“ kündigt sich an, eine Investition von knapp 20 Millionen Euro. Komplett werden alle Zimmer des Hauses dann Ende Mai fertig sein. Direktor Starke teilt mit, dass die New Yorker Innenarchitektin Alexandra Champalimaud das Haus unter ihre Fittiche nimmt, mit Holztönen und warmen Farben arbeitet. Bislang wirkt es eher kühl. Nach 18 Jahren brauche das Hotel eben ein neues Design, am Äußeren ändere sich nichts. Investiert wird ein ganz schöner Batzen, denn neu hat das 800-Betten-Hotel damals 135 Millionen Mark gekostet. Das Haus beende nun eine glanzvolle Ära und breche zu neuen Ufern auf. Neue Eigentümer des Hotels, vom Berliner Bauunternehmer Dietmar Otremba gebaut, sind seit Mai der amerikanische Finanzinvestor Blackstone und die Event-Gruppe.

Was gab es damals für öffentliche Aufregung um den Bau auf dem Dörnberg-Dreieck. Bevor der Grundstein gelegt werden konnte, musste ein Wäldchen gerodet werden. Es war besseres Gestrüpp mit ein paar stämmigen Robinien. Aber sie hatten ihre Lobby. Dann gab es gerichtliche Auseinandersetzungen. Wegen der befürchteten „Verschlechterung der Wohnqualität“ erreichte eine Mieterin aus einem der benachbarten „Stadthäuser“ der Bauausstellung IBA einen vorübergehenden Baustopp. Das Oberverwaltungsgericht fand, eine eigentumsrechtliche Nachbarklage stünde der Mieterin nicht zu. „Massivität und Eintönigkeit“ desBauvorhabens könnten für die unmittelbaren Nachbarn aber belastend wirken. Architekt Jürgen Sawade sprach von einer großstädtischen Fassade, „ehrlich und modern“. Am grau polierten Granit und den großen Fenstern wird sich nichts ändern.C. v. L

Das Hotel und der Tagesspiegel verlosen 3 x 2 Partytickets für die Abschiedsparty an die Einsender einer E-Mail an verlosung@tagesspiegel.de. Stichwort: Relaunch. Einsendeschluss, heute 14 Uhr.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben