Abschied von Bohley : "Bedeutende Stimme der Freiheit"

ANGELA MERKEL

Die Bundeskanzlerin und andere Politiker haben Bärbel Bohley als Vorkämpferin der friedlichen Revolution von 1989 gewürdigt. Bohley sei unerschrocken ihren Weg gegangen, „eine der bedeutenden Stimmen der Freiheit“, sagte Merkel. Ihr Mut und ihre Gradlinigkeit seien beispielhaft gewesen.



CHRISTIAN WULFF

Der Bundespräsident erklärte: „Mit ihrem Aufruf zur friedlichen Revolution gelang es ihr, das Regime ins Wanken zu bringen und den Lauf der Geschichte entscheidend mit zu beeinflussen.“

KLAUS WOWEREIT

Berlins Regierender Bürgermeister sagte, mit dem Tod von Bohley verliere die Stadt eine „starke Persönlichkeit“. Sie sei „nie den Weg bequemer Anpassung gegangen“. Unvergessen blieben ihr Einsatz für den Sturz des DDR-Regimes und ihre wichtige Rolle als Mahnerin in den nachfolgenden Jahren des Zusammenwachsens Berlins. GUIDO WESTERWELLE

Der Außenminister sagte über Bärbel Bohley: „Ihre Zivilcourage war ein Vorbild für viele, die vor mehr als 20 Jahren für ihre Rechte auf die Straße gingen.“

SIGMAR GABRIEL

Der SPD-Vorsitzende erklärte: „Für viele Menschen war sie die ,Mutter Courage der friedlichen Revolution‘ in der DDR. Ihr freier Geist, ihr Mut und ihr unermüdliches Engagement werden uns fehlen.“

MATTHIAS PLATZECK

Brandenburgs Ministerpräsident sagte: „Sie war eine starke Frau, die sich schon zu DDR-Zeiten nie verbiegen oder einschüchtern ließ.“ Damit habe sie vielen Menschen Mut gemacht, sich gegen Zwänge aufzulehnen. Bohley selbst habe sich nie als Heldin gesehen, aber gerade in ihrer Unbeirrtheit sei sie für viele „das Gesicht“ der friedlichen Revolution geworden. Sie habe stets ihre Meinung gesagt, „auch wenn sie unbequem war“.

RENATE KÜNAST

UND JÜRGEN TRITTIN

Die grünen Fraktionsvorsitzenden im Bundestag nannten sie „eine große Deutsche“, die „beharrlich für Freiheit kämpfte, als das noch mit wirklichen Gefahren verbunden war“.

MARIANNE BIRTHLER

Die Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen: Bohley habe dazu beigetragen, dass aus den kleinen Oppositionsgruppen eine große Bürgerbewegung entstand.

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