• Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor: Jugendliche erinnern mit Videos an die zerstörte Vielfalt

Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor : Jugendliche erinnern mit Videos an die zerstörte Vielfalt

Am Sonntag endet das Berliner Themenjahr "Zerstörte Vielfalt" mit einer großen Veranstaltung am Brandenburger Tor. Jugendliche aus verschiedenen Stadtteilen haben dazu Kurzfilme produziert, die in einer großen Projektion gezeigt werden. Vier davon können Sie hier sehen.

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Im Rahmen des Themenjahrs "Zerstörte Vielfalt" haben Berliner Jugendliche aus unterschiedlichsten Bezirken Videos zu den Themen Verfolgung, Nationalsozialismus und kulturelle Vielfalt gedreht. Die mehreren hundert Videos sind alle am Sonntagabend am Pariser Platz zu sehen. Vier besonders eindrückliche Filme aus dem Projekt "Unsere Vielfalt" können Sie hier bereits anschauen.

Am Sonntagabend von 17-24 Uhr werden sowohl diese Filme als auch hunderte weiterer Videostatements am Brandenburger Tor in einer riesigen Projektion zu sehen sein. Die öffentliche Einweihung der Multimediainstallation beginnt um 18 Uhr.

Neben den teilnehmenden Jugendlichen werden auch die Zeitzeugen Margot Friedländer, Inge Deutschkron sowie Coco Schumann anwesend sein: "Die Verantwortung für die unverzichtbare deutsche Erinnerungskultur wird durch sie an diesem Abend symbolisch in die Hände der jungen Generation übergeben", sagen die Veranstalter.

Sehen Sie hier die Videos:

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Kein normaler Stein
Kein normaler Stein
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Die falsche Musik
Die falsche Musik
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Verbotene Parkbank
Verbotene Parkbank
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Ali Brown
Ali Brown

Zwei Jugendliche blieben an einem Stolperstein hängen. Ein Berliner Mädchen erklärt ihnen, warum sie gefälligst aufpassen sollen. Caner, Sedat und Büsra vom Theater 28 brechen im ersten Video mit vielen Klischees auf einmal.

Im zweiten Video läuft ein Mädchen alleine die Straße entlang und hört laut Musik. Plötzlich taucht jemand auf und verbietet ihr die "undeutsche Musik". Sie weicht auf ein anderes Handy aus - und erlebt eine böse Überraschung.

Eine Parkbank am Wittenbergplatz. Wo alle zusammen saßen, sind einige plötzlich unerwünscht. Schüler der siebten Klasse der Berlin Cosmopolitan School haben in ihrer Animation, dem dritten Video, die Ausgrenzung der Juden ab 1933 aus dem Stadtleben thematisiert.

In seinem Rap-Song im vierten Video singt der Schüler Ali Brown von der Adolf Reichwein-Schule über Verfolgung, Vielfalt und seinen Wunsch nach persönlichem Einsatz für mehr Toleranz.

Alle anderen Artikel zum Gedenken an den 9. November finden Sie auf unserer Themenseite.

Noch mehr Videos aus dem Projekt "Unsere Vielfalt" gibt es unter www.unserevielfalt.de

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