Berlin : Absehbarer Abriss

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Betrifft: „Berliner baden nicht um jeden Preis“ in der Tagesspiegel-Ausgabe vom 5. Juni 2002

Auch im kombinierten Frei- und Hallenbad am Ankogelweg in Mariendorf kam der Besuch, zumindest des Schwimmerbeckens, für diese Wetterlage einer gähnenden Leere gleich.

Als die Bäder gebaut wurden, war es klar, dass aus ihnen mittels Eintrittsgeldern nie ein Ertrag erwirtschaftet werden kann, der die Ausgaben mit den Einnahmen zum Ausgleich würde bringen können, sich geschweige denn ein Gewinn (GmbH) würde erwirtschaften lassen. Es waren immer soziale Einrichtungen mit einem hohen Unterhaltungs- und später auch Sanierungsaufkommen. Der Bevölkerungsanteil, der die hohen Eintrittspreise noch aufbringen könnte, fährt gleich nach Mallorca. So wird jetzt, was schon immer absehbar war, mit der Beseitigung dieser teuren Altlasten, also dem absehbaren Abriss, begonnen.

Herbert Weiser, Berlin

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