Berlin : Acht Autos in Flammen

Zwei Verdächtige gefasst – und wieder freigelassen Sie kamen offenbar vom Grillen

Zahlreiche Fahrzeuge sind in der Nacht zu Sonnabend in Berlin angezündet worden, die Motivlage ist unklar. Gleich sechs Autos brannten am Jenbacher Weg in Lichterfelde ganz oder teilweise aus, direkt an der Stadtgrenze. In der Nähe nahmen Polizisten gegen 3 Uhr zwei junge Männer im Alter von 18 und 19 Jahren mit „Rußanhaftungen an den Händen“ fest, wie das Präsidium mitteilte. Die beiden Tatverdächtigen konnten dies jedoch bei einer Vernehmung durch den Staatsschutz am Vormittag mit einer vorangegangenen Grillfeier in einem Park erklären. Die beiden jungen Männer wurden deshalb wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Angaben seien glaubwürdig gewesen, hieß es bei der Polizei.

Weshalb Mittelklassewagen wie Renault und Ford angezündet wurden, ist unklar. An drei weiteren Fahrzeugen erloschen die verwendeten Anzünder von selbst wieder. Der oder die Täter hatten brennbares Material in den Kühlergrill gestopft und angezündet – ein eher ungewöhnliches Vorgehen.

Auch in Reinickendorf und in Moabit brannten Autos: Gegen 20 Uhr am Freitagabend bemerkte eine Passantin Flammen an einem am Fahrbahnrand des Schleswiger Ufers geparkten Kia. Gegen 1 Uhr früh brannte am Wilhelmsruher Damm Ecke Eichhorster Weg ein Kastenwagen vom Typ VW T5. Auch hier ist das Motiv unklar.

Nach längerer Zeit tauchte in der vergangenen Woche ein linkes Bekennerschreiben zu einem angezündeten Auto auf, „ein Willkommensgruß“ an einen „Mittelschicht-Yuppie“, wie es in der Selbstbezichtigung heißt. Der Besitzer des Opel soll eine Wohnung in dem im Februar geräumten Hausprojekt Liebigstraße 14 gemietet haben. Ha

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