Berlin : Actionzirkus: Gib dir die Kugel

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In Zeiten, in denen Clowns kaum jemanden mehr vom Sofa locken und vorgeführte exotische Tiere mehr Kritik als Begeisterung hervorrufen, setzt der Zirkus FlicFlac lieber auf Action und kalkuliertes Risiko. Neun Motorradfahrer sausen durch eine 6,50 Meter durchmessende Eisenkugel, Motocrossfahrer katapultieren sich durch die Luft, Artisten schwingen zu deutscher Rockmusik unter dem Zeltdach, BMX-Fahrer und die Inlineskate- Profis Dave Lang und Brian Shima jagen sich von einer 15 Meter hohen Rampe. Tiere sucht man vergebens.

Die durchchoreografierte Stunt- und Artistikshow vermeldet im Westen des Landes regelmäßig ausverkaufte Abende. Nun gastiert sie zum Abschluss der diesjährigen „Exxtrem!“-Tour erstmals in Berlin, das 120 Meter lange und 18 Meter hohe Riesenzelt steht bereits. Es ist zugleich die erste Tournee nach fast drei Jahren Pause. In der Zwischenzeit hat sich Zirkuschef Benno Kastein in Las Vegas neue Ideen wie den „Todeskugel“ genannten Eisenkäfig für Motorrad-Cracks und die Riesenrampe geholt. Dabei fährt das Risiko stets mit. In der Vergangenheit gab es einige gefährliche und einen tödlichen Unfall. Kastein gründete den Actionzirkus vor 24 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Lothar, beide sind selbst ehemalige Artisten.Christoph Spangenberg

FlicFlac gastiert vom 19. Oktober bis zum 14. November auf dem Festplatz an der Heidestraße am Hauptbahnhof, Tickets: 22–49 Euro, Infos: www.flicflac.de

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