Berlin : ADAC: Düstere Prognose für A 100 und südlichen Autobahnring

Berlin/Potsdam - Besser wird’s nicht. Berlins Autofahrer müssen nach einer Studie des ADAC in den nächsten Jahrzehnten noch stärker als bisher eine ständig überlastete Stadtautobahn und Staus auf dem südlichen Autobahnring ertragen. Nach der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Untersuchung ist kein Ende der Probleme bis 2025 in Sicht: Der Verkehr werde weiter wachsen, die Engpässe würden entsprechend zunehmen, heißt es. Diese Aussage basiert auch auf entsprechend düsteren Prognosen des Bundesverkehrsministeriums.

Verkehrsforscher Tobias Kluth von der Münchner Agentur Intraplan Consult, die im ADAC-Auftrag die Studie erstellt hat, sprach von einer „deutlich zunehmenden Überlastung“ auch im Raum Berlin und Brandenburg. Kluth zum Tagesspiegel: „Ohne einen weiteren Autobahnausbau werden die Probleme wachsen.“ Auch der ADAC forderte am Donnerstag, die stauanfälligen Autobahnen müssten dringend weiter ausgebaut werden. Derzeit könne man die Situation auf dem Autobahnring um Berlin noch größtenteils als relativ gut bis ausreichend bewerten. In den kommenden Jahren werde sich die Lage aber besonders an den Autobahnkreuzen im Süden Richtung Leipzig und Dresden verschlechtern. „Mangelhaft“ bis „unzureichend“ werde es dann dort vorangehen. Dies treffe auch auf Teilstrecken der Autobahn A 12 von Berlin durch Brandenburg nach Frankfurt/Oder zu.

Im Vergleich mit den anderen östlichen Bundesländern steht Berlin recht schlecht da. Relativ entspannt soll es beispielsweise in Zukunft auf den Autobahnen von Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern zugehen. CS

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