Berlin : Adenauerplatz: Sponsoren für Denkmal gesucht

Cay Dobberke

Auf dem Adenauerplatz soll eine Büste an den ersten Bundeskanzler, langjährigen CDU-Vorsitzenden und Berliner Ehrenbürger erinnern. Am heutigen 5. Januar jährt sich der Geburtstag des 1967 verstorbenen Politikers zum 125. Mal. Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat das "Adenauer-Jahr" mit mehr als 70 Veranstaltungen ausgerufen. Für das Denkmal sucht sie noch Sponsoren. Es soll während eines Bürgerfestes im Frühjahr aufgestellt werden. Die Einzelheiten der künstlerischen Gestaltung stehen bisher nicht fest, sagte Stiftungs-Sprecher Ralf Jaksch gestern auf Anfrage. Der Adenauerplatz hatte seinen Namen im Mai 1974 erhalten - nachdem die vorherige Umbenennung des Kaiserdamms nach Anwohnerprotesten wieder rückgängig gemacht worden war. Unter den Ehrengästen bei der Namensgebungsfeier waren der Regierende Bürgermeister Klaus Schütz (SPD) und Helmut Kohl, damals CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.

Im November vorigen Jahres ließ die Konrad-Adenauer-Stiftung bereits ein zusätzliches, historisch gestaltetes Schild auf dem dreieckigen Areal zwischen Kurfürstendamm und Wilmersdorfer Straße aufstellen. Die Kosten trug dabei ein Geschäftsmann, der aus Adenauers Geburtsstadt Köln stammt und seit zehn Jahren in Berlin lebt.

Denkmale für Adenauer stehen in Köln und vor dem ehemaligen Bonner Kanzleramt, aber noch nicht auf einem öffentlichen Platz in Berlin. 1998 gab es eine fraktionsübergreifende Initiative von Bundestagsabgeordneten, die Büste aus Bonn nach Berlin zu holen. Den zwei Meter hohen Bronze-Kopf hatte 1982 der Münchener Bildhauer Hubertus von Pilgrim gestaltet. Mittlerweile wird der Skulpturen-Umzug allerdings nicht mehr diskutiert. Nach Auskunft von Thomas Raabe, Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, ist die Idee "vom Tisch".

Eine kleinere Büste ziert das Foyer der Berliner Stiftungs-Akademie an der Tiergartenstraße. Seit 1999 gibt es eine Konrad-Adenauer-Straße im Regierungsviertel. Darüber hinaus verlieh die CDU ihrer Bundesgeschäftsstelle am Tiergarten-Dreieck im vergangenen September den Namen Konrad-Adenauer-Haus, der von der alten Bonner Parteizentrale übernommen wurde.

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