Berlin : Adieu mit Nudeln und Bären

Friedrichstadtpalastchef Iljinskij feiert Abschied

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Während Alexander Iljinskij sich gestern vor der Schlosserei des Friedrichstadtpalastes durch die Schlange der Gäste grüßte und küsste, die sich von ihm als Intendanten verabschieden wollten, wuchs drinnen der Geschenkeberg. „Oh Gott, bei uns daheim ist schon alles voll“, sagte Iljinskijs Lebensgefährte und platzierte einen plüschenen BerlinBären von der Berlin Tourismus Marketing zwischen den Blumen. An Geschenken gab es auch eine Auswahl Nudeln von Katja und Frank Steffel – „der will wohl auch mal bei Iljinskij eingeladen werden“, frotzelte einer über das Präsent des CDU-Abgeordneten und dessen Frau. Dort gibt es nämlich Stammrunden, zu denen etwa der ehemalige SFB-Intendant Horst Schättle , Super-Illu-Chefredakteur Jochen Wolff und der Vorsitzende des Freundeskreises des Friedrichstadtpalastes, Eike von Oppeln Bronikowski , regelmäßig geladen werden. Iljinskijs Haus steht ab Herbst in Babelsberg, was gestern jedermann erzählt wurde. Statt sich mit Bilanzen und Zahlen zu quälen, will Alexander Iljinskij dort in Ruhe machen, was er nach seiner Meinung am besten kann – schreiben. Auch für „seinen“ Friedrichstadtpalast, zu dessen Ehrenmitglied ihn gestern Kulturstaatssekretärin Barbara Kisseler machte, weil er als Intendant den Karren nicht nur aus dem Dreck gezogen, sondern ihn glänzend gemacht habe. „Schade“, sagten nicht wenige der anwesenden Freunde und Weggefährten der Intendantenjahre Iljinskijs – darunter Walter und Anne Momper , Ex-Senatoren wie Wolfgang Nagel, Annette Fugmann-Heesing und Christoph Stölzl , Kollegen und Künstler wie Friedrich Schoenfelder, Jürgen Walter , Ines Paulke und Gayle Tufts, die später im kleinen Abschiedsrevueprogramm mitwirkte. „Ich habe schon drei Tränen geweint“, bedauerte auch Justizsenatorin Karin Schubert den Weggang Iljinskijs. Kultursenator Thomas Flierl fehlte gestern, was von einigen Gästen kritisiert wurde. Dafür war der Gastronom Hartmut Guy gekommen. Der ehemalige Schauspieler machte den ehemaligen Intendanten zum „1. Guy-Ehrengast“ – danach verschwand er in seine Flitterwochen. hema

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