Berlin : Adlershofer Nadelöhr beseitigt Straße unter Bahnbrücke wird freigegeben

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Berlin - Viereinhalb Jahre war sie gesperrt – am Mittwoch wird nun wieder der Verkehr auf der Rudower Chaussee unter der neuen Bahnbrücke freigegeben. Die Straßenbahn kann ihre Neubaustrecke in die Wissenschaftsstadt bereits seit dem 4. September befahren. Bis zu ihrem Abriss war die alte Brücke ein Nadelöhr, das den Ortskern von Adlershof und die Wissenschaftsstadt trennte. Mit dem Neubau ist die Straße von knapp 15 Meter auf über 33 Meter verbreitert worden. Der Bau hat rund 33 Millionen Euro gekostet, wovon Berlin zwei Drittel übernommen hat.

Wegen der Kosten verzichtete das Land darauf, die Öffnung noch breiter zu auszubauen. Für Fahrgäste, die auf einen Bus oder die Straßenbahn warten, ist der Platz unter der Brücke deshalb eingeschränkt. Auch die BVG lässt ihre Buslinien 163 und 164 nun wieder durch die Unterführung fahren.

Mit der Aufgabe des Umleitungsverkehrs soll auch die Vorrangschaltung für die Straßenbahn umgesetzt werden, sagte der Sprecher der Verkehrsverwaltung, Mathias Gille. Die elektronischen Anzeigetafeln, von denen einige durch einen Produktionsfehler unter Strom standen und deshalb abgeschaltet werden mussten, sind inzwischen repariert.

Der Sprecher der Adlershof Projekt GmbH, Peter Strunk, hofft, dass die wiedererstandene Ost-West-Verbindung keine Rennstrecke für Autofahrer wird. Von den Beschäftigten und Studenten in der Wissenschaftsstadt kämen rund die Hälfte mit Bahnen und Bussen. Deshalb sei es wichtig, die Straßenbahn wie geplant bis zum S-Bahnhof Schöneweide zu verlängern. Klaus Kurpjuweit

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