Advents-Klassiker in Kreuzberg : Roncalli-Weihnachtscircus wieder im Tempodrom

Poesie, Zaubereien und bizarre Artistik: Der Roncalli-Weihnachtscircus gastiert wieder im Tempodrom. Direktor Bernhard Paul hat für sein Programm außergewöhnliche Artisten aus aller Welt engagiert.

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Regelmäßiger Gast. Roncalli-Circusdirektor Bernhard Paul, hier mit zwei Darstellerinnen und Show-Husky im Dezember 2014 vor dem Tempodrom in Berlin.
Regelmäßiger Gast. Roncalli-Circusdirektor Bernhard Paul, hier mit zwei Darstellerinnen und Show-Husky im Dezember 2014 vor dem...Foto: dpa

Das wird ein Fest! Die Weihnachtstanne am Breitscheidplatz in der City West steht seit ein paar Tagen, der Ku’damm erstrahlte am Mittwoch schon mal testweise eine Weile im Lichterglanz, Schokonikoläuse flüstern im Supermarkt: „Nur noch 34 Tage bis Heiligabend.“ Trotz alledem noch nicht in Weihnachtsstimmung? Dann schafft das jetzt wie alle Jahre wieder Bernhard Paul, Direktor und Gründer des Circus Roncalli. Donnerstagmittag stand er vor dem flackernden Kaminfeuer im Gobelin-Saal des Hotels Kempinski und versprach, die Berliner auch beim 12. Gastspiel seines Roncalli-Weihnachtscircus „mit Charme und Herz in die Welt der Illusionen, Poesie und Träumereien“ zu entführen.

Roncalli zur Adventszeit im „Tempodrom“ am Anhalter Bahnhof – das ist längst ein Berliner Klassiker. Bernhard Paul liegt diese Tradition am Herzen. Denn vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Berlin den Zirkus Renz, Zirkus Busch und etliche andere Manegenunternehmen. „Wir setzen diesen fantasievollen Glanz fort“, freut sich der Roncalli-Direktor und erzählt auch, was ihm zum Beispiel bei Clowns besonders wichtig ist: „Dass Kleinkinder und Intellektuelle über den gleichen Witz lachen könn.“

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Auch in den vergangenen Monaten hat Bernhard Paul wieder seine Zirkus-Leidenschaft ausgelebt. Das heißt: Er hat außergewöhnliche Artisten und Künstler entdeckt und für die Weihnachtsshow engagiert. So den „Zauberer Vik“ und seinen mechanischen Assistenten Fabrini, der ein erstaunliches Eigenleben entwickelt. Oder Seiltänzer Nicol Nicols. Der wagt auf dem Draht ein seltenes Kunststück: den Salto vorwärts. Jongleur Zdenek gehört gleichfalls zum Programm. „Er steigert und variiert die Flugbahnen seiner Bälle ins Unermessliche“, heißt es in der Ankündigung. Außerdem: Fliegende Artisten der Akrobatikschule „Sol de Cuba“ faszinieren mit ihrer „Russischen Schaukel“ – mehr wird nicht verraten. Das Duo Karen&Dominic zeigt „Human Flags“. Und auch ein clownesker Jongleur aus Berlin ist dabei: Mikhail Usov. Er lässt alltägliche Gegenstände durch die Luft schweben und entdeckt sie scheinbar selbst mit staunenden Augen.

Weihnachtscircus Roncalli, 18. 12. 2015 - 3. 01. 2016, Tempodrom am Anhalter Bhf, Nachmittag- und Abendvorstellungen; Tickets: 13–55 Euro, Kartentel.: 030/ 47997477, www.roncalli.de, www.semmel.de

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