Berlin : Ärger um Wortmeldung beim NPD-Treffen

Weil sie sich auf einer Veranstaltung der rechtsextremen NPD zu Wort meldete, ist die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Treptow-Köpenick in die Kritik geraten. Am 27. August hatte sich die NPD, wie berichtet, im Treptower Rathaus getroffen. Vor dem Gebäude protestierten mehr als 200 Antifaschisten. Die NPD-Anhänger blieben während der Veranstaltung weitestgehend unter sich. Nach einer Rede des Bundesvorsitzenden der NPD, Udo Voigt, ergriff allerdings die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks das Wort.

Sie habe sich von den lautstarken Forderungen der NPD provoziert gefühlt und den Rechtsextremen widersprechen wollen, hieß es von Bezirksverordneten. So habe die Bezirksmitarbeiterin der NPD ein „sanftes Nationalgefühl“ entgegensetzen wollen, was Bezirkspolitiker als „äußerst naiv und unangebracht“ bezeichneten. Experten bescheinigen der NPD, mit einer „Normalisierungsstrategie“ das Image einer rechtsextremen Partei los werden zu wollen.

Aus dem Büro der Bezirksbürgermeisterin Gabi Schöttler (SPD) hieß es gestern, die Mitarbeiterin werde zwar auf ihrem Posten verbleiben. Allerdings habe es „intensive Gespräche“ mit ihr gegeben. Sie sei „nachdrücklich darauf hingewiesen worden“, dass Redebeiträge auf NPD-Veranstaltungen nicht geduldet würden. Sie bedauere die Teilnahme an der Veranstaltung. hah

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