• Ärztlicher Direktor der Charité will in Berlin bleiben Dietel fordert Zehn-Jahres-Vertrag – und 1,3 Millionen Euro?

Berlin : Ärztlicher Direktor der Charité will in Berlin bleiben Dietel fordert Zehn-Jahres-Vertrag – und 1,3 Millionen Euro?

-

Der ärztliche Direktor der Charité, Manfred Dietel, möchte gern in Berlin bleiben. Das sagte er gestern dem Tagesspiegel. „Die Chancen, dass ich mich mit der Senatswissenschaftsverwaltung einige, sind groß.“ Derzeit befindet sich Dietel in Bleibeverhandlungen mit dem Wissenschaftssenator. Solche Verhandlungen sind dann nötig, wenn eine andere Hochschule einen Professor abwerben will. Dietel hat einen Ruf an das Universitätsklinikum in Hamburg erhalten. Ein wichtiger Teil solcher Bleibeverhandlungen ist immer auch eine Erhöhung des bisherigen Professorengehaltes. Die Gerüchte, er wolle 1,3 Millionen Euro mehr, seien jedoch frei erfunden, sagt Dietel.

Hauptknackpunkt ist die Laufzeit des neuen Vertrages. Der 54jährige Dietel verlangt eine Laufzeit bis zum Ende seiner Dienstzeit, also für zehn Jahre. Dafür ist er bereit, die Abgaben auf seine Nebentätigkeiten für externe Krankenhäuser zu erhöhen. Chefärzte müssen in Berlin 49 Prozent ihrer Nebeneinkünfte an ihren Hauptarbeitgeber abführen. Dietel ist bereit, 80 Prozent an die Charité zu überweisen, wenn seine Mitarbeiter davon 20 Prozent erhalten. Nur ein Fünftel will er für sich behalten.

Bei den Verhandlungen geht es nur um seinen Job als Chefpathologe des Universitätsklinikums. Seine Funktion als ärztlicher Direktor der Charité – der von den Professoren gewählt wird – ist ehrenamtlich. „Dafür bekomme ich eine monatliche Aufwandsentschädigung von 230 Euro“, sagt Dietel. Seine Amtszeit läuft noch bis Ende 2003. I.B.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben