AFD UND NPD : Und wer wählt die Rechten?

AFD KOMMT AN IM UMLAND

Gut bürgerliche Wohngebiete, in denen Menschen leben, die ihren Besitzstand wahren wollen: Das sind nach einer ersten Analyse des Statistischen Landesamtes die Hochburgen der „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Brandenburg. Besonders hohe Stimmenanteile habe die Partei in Gegenden mit einem niedrigen Anteil von Sozialhilfe- und Arbeitslosengeld-Empfängern erzielt, heißt es weiter. Landesweit erreicht die eurokritische Partei sechs Prozent der Zweitstimmen, Das ist im Ländervergleich das dritthöchste Ergebnis nach Sachsen (6,8 Prozent) und Thüringen (6,2 Prozent). In einigen Wahlkreisen bekam die AfD noch höhere Ergebnisse. So in Cottbus/Spree-Neiße 6,9 Prozent, in Oberhavel/Havelland 6,7 Prozent oder in Frankfurt (Oder) und Märkisch-Oderland 6,5 Prozent. Viele Unterstützer fand die AfD offenbar auch unter den Zuzüglern in etlichen Neubaugebieten im direkten Berliner Umland. So in Werder, wo sie in einigen Ortsteilen wie Havelauen, Phöben oder Kemnitz auf 10 bis 13,4 Prozent kam. In Kleinmachnow erreichte die AfD 6 Prozent; in Potsdam 5,9 Prozent.



DIE NPD ZIEHT IN BRENNPUNKTEN

Die NPD fand erneut den meisten Zuspruch im Süden Brandenburgs in den Wahlkreisen Elbe-Elster/Oberspreewald-Lausitz (4,8 Prozent Erststimmen, 3,8 Zweitstimmen) und Frankfurt/Oder (4,4 Prozent/ 3,2 Prozent). Ihre Wähler leben im Gegensatz zu den Unterstützern der AfD meist in sozialen Brennpunkten und eher dünn besiedelten Landstrichen. Doch auch im Berliner Umland übersprang die NPD in manchen Wahllokalen die Fünf-Prozent-Hürde. In Ludwigsfelde etwa kam sie in einigen Lokalen auf bis auf sechs Prozent. Landesweit erreichte die NPD 2,6 Prozent. Damit liegt Brandenburg hinter den NPD-Ergebnissen in Sachsen (3,3 Prozent), Thüringen (3,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (2,7 Prozent).CS

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