Berlin : Affenstarke Premiere

„King Kong“ feiert heute Europastart in Berlin

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Nordische Tannen, Eisbahnen gar hat es auf King Kongs Insel nie gegeben. Damit aber stellt die Europapremiere des neuen Films von „Herr der Ringe“-Regisseur Peter Jackson zunächst einmal eine Herausforderung an jeden Illusionisten dar: Vor dem Theater am Potsdamer Platz, wo sich heute Abend der Monsteraffe hierzulande erstmals dem Publikum zeigt, wird gerade vorweihnachtlichen Berliner Bräuchen gefrönt, mit entsprechender Dekoration. Den Premierengästen aber muss vorgegaukelt werden, sie befänden sich in den Tropen – oder in New York.

Aber das sei schon machbar, wird versichert. Außen soll eine Ahnung der Skyline von Manhattan entstehen, das Weihnachtlich-Berlinische wegdekoriert werden. Innen werden Palmen und Tarnnetze schon für die nötige Regenwald-Stimmung sorgen.

Gegen 18.30 Uhr werden sich für die Gäste die Türen des Theaters öffnen, erwartet werden beispielsweise Doris Dörrie, Julia Jentsch, Eva Padberg, Ulla Schmidt, Michael Ballhaus, Bela B., Benno Fürmann und Ursula Karven. Die Stars des Abends werden kurz vor 19 Uhr kommen, vorneweg der Regisseur, dazu Naomi Watts, Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Jack Black und Andy Serkis.

Drei Stunden dauert der Film. Wenn es also zwischendurch in den Reihen zu knurren beginnt, ist das kein neuer Sound-Trick, sondern der Magen eines hungrigen Gastes. Immerhin ist vorgesorgt: Auf die 1400 Gäste warten 11 000 Häppchen, darunter Dschungelhaftes wie Kokusnusstarte mit brauner Rumsauce, Bananengratins im grünen Glas, Couscous-Gemüsetarts und marinierte Rindsspieße mit Mangochutney. Wie schon bei den Premieren von „Krieg der Welten“, „Nemo“ oder „Seabisquit“ wurde das Hotel Interconti mit dem Catering betraut, lässt dazu eine 100-köpfige Service-Truppe anrücken. Ihr Outfit ist den 30er Jahren nachempfunden, zehn Stylisten basteln fünf Stunden lang am Personal herum, bevor es mit ihren Fingerfood-Speisen auf Grasplatten und Bambustabletts losziehen darf.

Einen leibhaftigen Riesenaffen am Eingang wird es nicht geben, anders als zur Berlinale 1993, als King Kong, Star einer Sondervorführung zu seinem 60. Geburtstag, riesengroß auf dem Vordach des Zoo-Palasts thronte. ac

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