Berlin : Afrika ruft aus Berlin

Musikfestival auf der Fanmeile soll auf die WM 2010 einstimmen

André Görke

Was die Nationalspieler immer vor dem Anpfiff in der Kabine hören, wird nun auch für die Fans gespielt. Der Sänger Xavier Naidoo („Dieser Weg wird kein leichter sein …“) wird am 7. Juli, zwei Tage vor dem WM-Finale im Olympiastadion, auf der Fanmeile auftreten. Beim Musikfestival des Weltverbandes Fifa werden auch Künstler wie Wir sind Helden und die Fantastischen Vier auf der Bühne stehen. Der Eintritt ist frei.

Wie die Fifa gestern in Berlin bekannt gab, steht der 7. Juli im Zeichen Südafrikas, wo die WM 2010 stattfinden wird. Das Festival trägt den Titel „Africa’s calling“ (Afrika ruft). „Mit dem Konzert wollen wir eine Brücke zwischen Deutschland und Südafrika schlagen“, sagte Michael Donnermeyer, Sprecher des Berliner Senats.

Erwartet werden am Nachmittag des 7. Juli auch der südafrikanische Staatspräsident Thabo Mbeki sowie einige der bekanntesten afrikanischen Fußballer wie George Weah, Abedi Pelé oder Roger Milla. Für sie wird es eine besondere WM-Gala im Tempodrom geben. Dort wird auch erstmals das offizielle Logo der WM 2010 präsentiert.

Die Feierlichkeiten in Kreuzberg sind dann Auftakt des Festivals am Abend. Die Show beginnt um 18 Uhr auf der Straße des 17. Juni. Aus Jamaika ist zudem das Kommen des Reggae-Stars Sean Paul („We be burnin’“) angekündigt. Auf der Liste finden sich zudem Künstler wie Ivete Sangalo oder die laut Fifa „südafrikanische Topband“ Freshly Ground. Fernsehsender aus 70 Ländern werden das Konzert vom Brandenburger Tor übertragen; eine Stunde nach Mitternacht soll die WM-Party vorbei sein. Der Eintritt ist frei. Dass die Fifa im Vorfeld auch mit Stars wie Madonna oder den Rolling Stones verhandelt hat, dementierten die Verantwortlichen gestern.

Die Fanmeile am Brandenburger Tor, die bisher von 3,5 Millionen Menschen besucht wurde, sei der richtige Ort für das Festival, sagte Senatssprecher Donnermeyer. „Die Bühne steht genau dort, wo einst die Mauer gewesen ist. 16 Jahre nach ihrem Fall sehen wir dort wieder Bilder der Freude.“

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