Agenda : Neues aus dem Ehrenamtsbereich

Obdachlosenärztin geehrt.

Die Ärztin Jenny de la Torre hat bereits das Bundesverdienstkreuz, die Ehrenbürgerwürde ihrer peruanischen Heimatstadt Nazca und den Preis „Goldene Henne“ erhalten – am Dienstag überreichte Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland ihr nun auch die Louise-Schroeder-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen Berlins. Durch ihr Engagement für wohnungslose Menschen mache sie sich um Demokratie, Frieden und soziale Gerechtigkeit verdient, lobte das Kuratorium um Ex-Sozialsenatorin Ingrid Stahmer. De la Torre hatte 1994 eine Obdachlosenpraxis am Ostbahnhof und 2002 ihre Stiftung gegründet (www.delatorre-stiftung.de). 2006 eröffnete sie ein Gesundheitszentrum an der Pflugstraße in Mitte, wo Wohnungslose neben kostenlosen ärztlichen Behandlungen auch eine Suppenküche, eine Kleiderkammer sowie psychologische, soziale und rechtliche Beratungen in Anspruch nehmen können. CD

CSR-Hauptsaison. Die Stiftung Gute-Tat.de unterstützt Unternehmen beim gesellschaftlichen Engagement im sozialen Bereich (Corporate Social Responsibility, CSR). Betriebe stellen für einen Tag Mitarbeiter frei, die bei sozialen Projekten helfen. Im Frühjahr gebe es dafür die meisten „abwechslungsreichen und interessanten Angebote“, heißt es. In einem EU-geförderten Projekt wendet man sich besonders an kleine und mittelständische Firmen (www.gute-tat.de, E-Mail: i.nauck@gute-tat.de, Telefon: 390 88 227). CD

Kultur-Tickets für Bedürftige. Sein dreijähriges Bestehen feiert der Verein „Kulturloge Berlin“, der unverkaufte Karten für Kulturveranstaltungen gratis an Menschen mit geringem Einkommen weitergibt. Monatlich werden rund 3500 Kulturplätze vermittelt, 200 Kulturstätten sind Partner (www.kulturloge-berlin.de, Tel. 262 72 13). CD

Pfand-Initiative startet Petition. Die 2011 in Berlin gegründete, bundesweite Initiative „Pfand gehört daneben“ setzt sich dafür ein, dass Flaschensammler nicht in Mülleimern wühlen müssen. Jetzt werden Bürgermeister in ganz Deutschland in Online-Petitionen aufgefordert, bis Mitte Juni Arbeitskreise für „eine Lösung des Pfandproblems“ zu gründen (www.pfand-gehoert-daneben.de/petition). In manchen Berliner Bezirken befestigen Unterstützer bereits leere Getränkekisten an Masten am Straßenrand, damit Passanten ihre Dosen und Pfandflaschen dort hinein stellen. Darüber hinaus hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf einem Antrag der Grünen zugestimmt, der ein Modellprojekt vorsieht: An Abfallbehältern auf bezirkseigenen Flächen sollen „Vorrichtungen für Flaschensammler“ angebracht werden. Die Berliner Stadtreinigung stellt ihre Mülleimer dagegen wegen der „Gefahr zusätzlicher Verschmutzungen und Verletzungen durch Glasflaschen“ nicht zur Verfügung. CD

Faires Frühstück. Für den 18. Mai um 11 Uhr laden das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, die Kampagne „Fairtrade Town“ und das interkulturelle Begegnungszentrum Pangea-Haus zum kostenlosen „Fairen Frühstück“ auf dem Nikolsburger Platz in Wilmersdorf ein. 2011 war die City West als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet worden. Nun wollen sich Akteure an Infoständen präsentieren, Besucher können Frühstücksprodukte aus fairem Handel probieren. CD

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