Ahmadiyya Gemeinde : Muslime wollen Bauantrag für Moschee stellen

Der Bau einer zweistöckigen Moschee in Berlin-Pankow könnte schon im nächsten Monat beginnen. Trotz anhaltender Proteste will die Ahmadiyya Muslim Gemeinde heute den Bauantrag einreichen.

Berlin - Da eine Bauvoranfrage bereits positiv entschieden sei, erwarte die Gemeinde eine schnelle Bearbeitung, sagte der Vorsitzende der Gemeinde in Deutschland, Abdullah Uwe Wagishauser, der "Berliner Zeitung". Er rechne damit, dass im September mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, sagte Wagishauser. Die Gemeinde will im Ortsteil Heinersdorf eine zweistöckige Moschee mit einem zwölf Meter hohen Minarett sowie ein Wohnhaus für den Imam errichten.

Gegen das Vorhaben protestiert mit Unterstützung der CDU seit Monaten eine Bürgerinitiative. Die Gegner befürchten Aktivitäten von radikalen Kräften, obwohl es dafür aus Sicht des Verfassungsschutzes keine Anhaltspunkte gibt. Ein Antrag für ein Bürgerbegehren war von der Senatsinnenverwaltung als verfassungswidrig abgelehnt worden, weil damit gegen die Religionsfreiheit verstoßen werde.

Friedbert Pflüger, Spitzenkandidat der CDU zur Abgeordnetenhauswahl, sprach sich in dem Wahlforum www.kandidatenwatch.de für die Einhaltung des Baurechts aus: "Wenn die Ahmadiyyah-Gemeinde alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, kann ihre Moschee gebaut werden", so Pflüger in einem Antwortschreiben auf die Frage eines Schülers. Er werde sich sogar für einen Schutz der Baustelle einsetzen. (tso/ddp)

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