Berlin : Air Berlin droht mit Wegzug

Billigflieger beklagt zu hohe Flughafengebühren in Tegel

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Ihre dunkelrotweiße Flotte gehört schon irgendwie zur Stadt und ihr Name sowieso, doch nun gibt es Ärger mit der Fluggesellschaft Air Berlin: Geschäftsführer Joachim Hunold schließt einen Standortwechsel nicht aus. Als Grund dafür nannte er die Flughafenpolitik des Berliner Senats. Wenn der rot-rote Senat mit seiner Flughafenpolitik so weitermache, müsse man sich „ernsthaft überlegen, ob das der richtige Standort ist – und ob Air Berlin noch der richtige Name für unsere Fluglinie ist“, sagte der 53-Jährige, der außerdem Gesellschafter der Airline ist, der Zeitschrift „Super Illu“. Seine Firma habe in Berlin fast 1000 Arbeitsplätze geschaffen, sei der beste Werbeträger für die Hauptstadt. „In Tegel müssen wir viel höhere Gebühren zahlen als in Schönefeld die britische Easyjet, obwohl wir uns als Low-Cost-Carrier im gleichen Markt bewegen, die gleichen Strecken fliegen“, kritisierte Hunold.

Der Air-Berlin-Chef lobte die ostdeutschen Flughäfen. Für die internationalen Airports Erfurt, Leipzig, Dresden, Rostock, Schönefeld, von denen seine Gesellschaft rein touristische Ziele anfliege, sprächen vor allem die Öffnungszeiten. Es gebe keine Nachtflugverbote, sagte er. Mit jeder Neuansiedlung eines Unternehmens sei auch zu merken, dass die Nachfrage steige.

Laut Hunold hat Air Berlin an allen diesen Standorten und in Tegel zusammen im Vorjahr 1,6 Millionen Passagiere gehabt. Insgesamt beförderte das Unternehmen im vergangenen Jahr 9,6 Millionen Passagiere (plus 44 Prozent). dd p/Tsp

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