• AIRPORT-COUNTDOWN: Noch 28 Tage MENSCHEN  IN  SCHÖNEFELD Der Wirt in der neuen „StäV“

AIRPORT-COUNTDOWN : Noch 28 Tage MENSCHEN  IN  SCHÖNEFELD Der Wirt in der neuen „StäV“

Foto: Promo
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Wie an jedem großen Flughafen müssen auch am BER täglich tausende Menschen gastronomisch versorgt werden. Neben den üblichen Verdächtigen wie McDonald’s und Starbucks nutzen auch einige bekannte Namen aus der Innenstadt die Chance, sich im Abflugbereich den Passagieren zu präsentieren.

Fast jeder in Berlin kennt die „Ständige Vertretung" ("StäV") am Schiffbauerdamm, einst als Heimstatt für heimwehkranke Bonner Beamte eröffnet. Aus der Restaurant-Idee ist inzwischen eine regelrechte Kette mit sechs Ablegern geworden, unter anderem in Köln und Hamburg und auf Sylt. Am BER eröffnet jetzt die siebte Filiale, und Thomas Reichel, 39, wird sie leiten. „Ich bin zuständig für Einkauf, Personalführung, Kundenbetreuung und die Koordinierung von Arbeitsabläufen“, erklärt der gebürtige Sachsen-Anhaltiner. 36 Mitarbeiter werden in dem neuen Restaurant tätig sein. Thomas Reichel selbst ist Angestellter der Firma Wöllhaf, die sich an mehreren deutschen Flughäfen wie Düsseldorf oder Stuttgart auf Gastronomie spezialisiert hat und jetzt mit Friedel Drautzburg und Harald Grunert, den beiden StäV-Erfindern, kooperiert. Bisher war Reichel in zwei Restaurants am Flughafen Tegel eingesetzt.

Das neue Lokal ist am zentralen Marktplatz angesiedelt, Besucher müssen bereits die Sicherheitskontrollen passiert haben. Auf 370 Quadratmetern hat es 188 Plätze und soll ähnlich eingerichtet werden wie am Schiffbauerdamm: Viele Poster, Devotionalien und Fotografien, „vor allem natürlich von Willy Brandt, schließlich ist der Flughafen nach ihm benannt“, wie Reichel sagt. „Aber das Flair wird am Flughafen schon anders sein als in der

Innenstadt, das ist ganz klar.“ Flugpassagiere haben in der Regel wenig Zeit und Muße. Für Gastronomen kann das von Vorteil sein, weil die Tische schneller frei werden. Der Stimmung ist es eher abträglich. Aber in der neuen StäV geht der Blick aufs Rollfeld, vielleicht sorgt das für ein wenig Ruhe. Angeboten wird natürlich Kölsch, aber, so versichert Wirt Thomas Reichel, „willkommen sind alle Fluggäste, auch diejenigen, die nicht nach Köln fliegen.“ uba

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