Berlin : Akademie: Rechnungshof tadelt Strieder

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Der Neubau der Akademie der Künste wird voraussichtlich 47 Millionen kosten und soll im Sommer 2004 nach mehrwöchiger Zwangspause fertig werden. Der Landesrechnungshof hat nach einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ die Bauverwaltung kritisiert, weil die Vergabe der Bauleistungen zu einem Pauschalfestpreis von 38,85 Millionen Euro völlig unrealistisch gewesen sei. Der vorgelegte Vertragsentwurf an einen Generalunternehmer sei kein geeignetes Instrument gewesen.

Der Senat hatte nach einem Baustopp im Sommer die Regie an der Baustelle selbst übernommen und sich von dem bisherigen Generalunternehmer fristlos getrennt. Der hatte Mehrkosten in Höhe von 20 Millionen Euro geltend machen wollen. Der Bau mit seiner großflächigen Glasfassade nach den Entwürfen von Günter Behnisch wird nun insgesamt knapp neun Millionen Euro teurer als bislang veranschlagt.

Bausenator Peter Strieder hatte Vorwürfe, seine Verwaltung habe die Bauarbeiten nur unzureichend kontrolliert, stets zurückgewiesen. Das Steuer sparende Modell einer Privatfinanzierung habe sich allerdings als untauglich erwiesen. oew

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