Aktion der AG City : Mehr Blumen für den Ku’damm

Mehr Blumen, mehr Grün: Anrainer des Kurfürstendamms wollen neue Pflanzgefäße vor ihren Läden aufstellen. Der Boulevard soll wieder schöner werden. Und das, nachdem das Bezirksamt die alten Kübel aus Kostengründen entfernt hatte.

von
Der Bezirk hat kein Geld mehr für Blumenpracht am Ku'damm. Jetzt werden Geschäftsleute aktiv.
Der Bezirk hat kein Geld mehr für Blumenpracht am Ku'damm. Jetzt werden Geschäftsleute aktiv.Foto: dpa

Vorstandsmitglied Gottfried Kupsch von der Arbeitsgemeinschaft City sagt, vereinzelt gebe es zwar bereits Pflanzkübel auf dem Gehweg vor Geschäften, nun aber strebe man eine größere und einheitliche Verschönerung an.

Für Dienstag lädt Kupsch deshalb zur Vorstellung des Projekts „Kudamm de luxe“ ins Neue Kranzler-Eck: Ab 14 Uhr stellen Studenten des TU-Instituts für Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau zehn Entwürfe für Pflanzgefäße und deren Bepflanzung vor. Eine Jury aus Vertretern des Bezirksbauamts, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der AG City will darüber ab 16.30 Uhr beraten und eine Stunde später den Siegerentwurf verkünden. Die öffentliche Veranstaltung findet in leeren Ladenräumen am nordwestlichen Rand des Volierengartens statt. Wie der Projektname andeutet, wollen vor allem Luxusläden im Bereich zwischen Olivaer Platz und Meinekestraße für Blumen- und Pflanzenschmuck an ihrem Standort zahlen.

Neue City-West
Gleich zwei neue Hochhäuser sollen in Zukunft die Gedächtniskirche überragen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 29Simulation: promo
26.06.2012 17:26Gleich zwei neue Hochhäuser sollen in Zukunft die Gedächtniskirche überragen.

Unabhängig davon tut sich bald auch etwas auf dem Mittelstreifen: Laut Baustadtrat Marc Schulte (SPD) will das Bezirksamt im Laufe des Jahres 13 Hochbeete an der Stelle der früheren Betonkübel anlegen und größtenteils mit Rasen bepflanzen. Die Stadtentwicklungsverwaltung hat 400 000 Euro aus einem Förderprogramm bewilligt. Zwei bis drei Beete werden mit Mosaiken gestaltet. Sie sind für „temporäre Kunst“ – etwa von Studenten der Universität der Künste – gedacht.

Früher gab es 195 Betonkübel auf dem Mittelstreifen – die in erster Linie Falschparker abhalten sollten. Doch die Schalen zerbröckelten, und ihr Ersatz für etwa 600 000 Euro schien dem Bezirk zu teuer. Außerdem kostete die Bepflanzung laut Schulte jährlich 50 000 Euro.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben