Aktionswoche in Berlin : Lehrerstreik: Jetzt schaltet sich der Landesschulbeirat ein

Die "Streik- und Aktionswoche" der GEW ging am Mittwoch in die dritte Runde. Wieder versammelten sich Hunderte Lehrer in der Nähe des Roten Rathauses. Die gewählten Vertreter von Eltern, Lehrern und Schülern sind mit ihrer Geduld am Ende und fordern vom Senat Verhandlungen mit der Gewerkschaft.

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Seit Montag gibt es täglich eine GEW-Kundgebung auf dem Molkenmarkt vor der Senatsverwaltung für Inneres.
Seit Montag gibt es täglich eine GEW-Kundgebung auf dem Molkenmarkt vor der Senatsverwaltung für Inneres.Foto: Thilo Rückeis

Der Landesschulbeirat fordert vom Senat „schnellstmöglich ernsthafte und ergebnisorientierte Gespräche“, um den Konflikt mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu lösen. Es könne nicht sein, dass der Schulalltag weiter gefährdet werde, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch im Hinblick auf die aktuelle Streikwoche. Die Berliner Schule benötige motivierte, gesunde und engagierte Lehrer. Der Landesschulbeirat ist das höchste Gremium von Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft und hat gesetzlich festgelegte Mitspracherechte.

Unterdessen ging der Warnstreik weiter. Am Molkenmarkt versammelten sich laut GEW rund 500 Lehrer von 76 Schulen, darunter viele Berufs- und Oberschulen. Das Spandauer Oberstufenzentrum Bautechnik war sogar mit 25 Lehrern vertreten, berichtete der GEW-Vorsitzende Hartmut Schurig. Mittags gab es einen Fahrradkorso zu Parteizentralen. Zum Ende der Streikwoche am Freitag hofft Florian Bublys von der Initiative „Bildet Berlin“ auf 2000 Streikende. Ralf Treptow von der Vereinigung der Oberstudiendirektoren kritisierte, der Senat habe sich in eine „Sackgasse“ begeben und müsse endlich die Richtung ändern.

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