• Alba will zweite Aufbereitungsanlage für Hausmüll bauen Auch in neuer Fabrik in Pankow soll aus Abfall Brennstoff werden

Berlin : Alba will zweite Aufbereitungsanlage für Hausmüll bauen Auch in neuer Fabrik in Pankow soll aus Abfall Brennstoff werden

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Der Entsorgungskonzern Alba will in der Schönelinder Straße in Pankow eine zweite Aufbereitungsanlage für Hausmüll bauen. Neben der neuen Aufbereitungsanlage, die – wie berichtet – für 38 Millionen Euro in Reinickendorf entsteht, soll Berliner Hausmüll künftig auch in einer Fabrik gleicher Größe in Pankow zu Industriebrennstoffen verarbeitet werden. Das kündigte Vorstandsmitglied Eric Schweitzer gestern an. Für die zweite Fabrik in Pankow läuft gegenwärtig das Genehmigungsverfahren.

Bisher landet rund die Hälfte der etwa 460000 Tonnen Hausabfälle auf Deponien in Brandenburg. Ab dem 1. Juni 2005 dürfen die Restabfälle nicht mehr unbehandelt abgelagert werden. In der neuen Anlage wird der Hausmüll zerkleinert und vom Eisenschrott getrennt. Dann wird in einem Trocknungsvorgang der rund 30prozentige Wasseranteil beseitigt. Als Endprodukt entstehen aus rund 160000 Tonen Müll so etwa 86000 Tonnen an so genannten Pellets, die von ihrer Heizenergie Braunkohlenbriketts entsprechen, die in Kraftwerken oder etwa in der Zementindustrie verfeuert werden könnten. Bei Bedarf kann das Volumen der Reinickendorfer Anlage auf dem Gelände der ehemaligen Kupferraffinerie an der Markscheider Straße auf 190000 Tonnen im Jahr gesteigert werden.

Die Inbetriebnahme wird Anfang 2005 erfolgen. 50 neue Arbeitsplätze sollen hier entstehen. Zunächst baut der Konzern in der Region aber weitere Stellen ab. Bei der für die Abfallentsorgung im Kreis Oberhavel zuständigen AWU Oberhavel werden wegen Unwirtschaftlichkeit 20 Mitarbeiter freigesetzt, bestätigte Schweitzer. Den Betroffenen werde ein Wechsel zur Beteiligungsgesellschaft ERV angeboten, wo sie immer noch deutlich mehr verdienen würden als bei der nicht tarifgebundenen Konkurrenz. du-

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