Alexanderplatz : Park Inn feiert mit beinah halben Preisen

150 Meter hoch, 1012 Zimmer, 40 Jahre alt: Das Hotel Park Inn am Alexanderplatz feiert Geburtstag, auch wenn es damals auf einen anderen Namen getauft wurde.

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Prägende Skyline. Der Fernsehturm und das Hotel Park Inn am Alexanderplatz. Foto: dpa
Prägende Skyline. Der Fernsehturm und das Hotel Park Inn am Alexanderplatz.Foto: dpa

In der zartblauen Fassade aus Glas spiegelt sich der Fernsehturm. Mit 40 Etagen und 150 Metern ist das Park-Inn-Hotel das höchste Gebäude Berlins. Nach einer Bauzeit von 42 Monaten war die Bettenburg genau heute vor 40 Jahren feierlich eröffnet worden, pünktlich am 21. Jahrestag der DDR. Das damalige „Stadt Berlin“ war längst überfällig, da es bis dahin im Osten nur den Neubau des Interhotels „Berolina“ gab. Das neue Haus wurde zur Höhendominante bei der Neugestaltung des Alexanderplatzes Ende der sechziger Jahre. Die Alex-Architekten um Roland Korn können heute noch stolz sein, denn der jetzige Direktor Thomas Hattenberger findet es phänomenal, wie sich die damalige Logistik mit 62 Kilometer verbauten Rohren, 250 Kabelkilometern, 1500 Tonnen Stahl und 35 000 Tonnnen Beton bewährt.

Das Haus ging immer mit der Zeit, wurde mehrmals modernisiert und nimmt heute mit der Auslastung von mehr als 80 Prozent aller 1012 Zimmer eine Spitzenposition in der Hotellerie ein. Thomas Hattenberger nennt als Gründe „den Service, die freundlichen Mitarbeiter, unsere Vielseitigkeit – vor allem aber die Lage“. Der 39-jährige Österreicher ist Chef von 210 Mitarbeitern, die die mehr als 30 000 Gäste pro Monat umsorgen. Manche schätzen das Haus seit 40 Jahren, die Gastronomie war (und ist) ebenso stadtbekannt wie die Bar im 37. Stock, wo jetzt eine große Fläche frei wurde, da das Spielcasino in die Fußumbauung des Fernsehturms umgezogen ist.

Da oben könnten Suiten mit traumhaften Ausblicken entstehen, und man soll sich nicht wundern, wenn da plötzlich ein Mensch am Fenster vorbei in die Tiefe fliegt: „Base Flying“ nennt sich die Attraktion, ein freier Fall aus 125 Metern für einen Adrenalinmix aus Lust und Angst. Harmloser ist das kulinarische Déjà-vu- Erlebnis (noch bis Sonntag) in der Zillestube: Genießen und bezahlen wie vor 40 Jahren. Wildschweingulasch statt für sechs Ostmark für drei Euro, Forelle 3,75 statt 7,50. Und eine Molle für 90 Cent statt 1,80 DDR-Mark.

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