Alexanderplatz : Rotes Ungetüm bringt 1000 neue Jobs

Die Rolltreppen funktionieren schon. Jetzt müssen die Mieter noch ihre Geschäfte einrichten, denn im Spätsommer soll das "Alexa"-Einkaufszentrum eröffnet werden.

Michael Winkler[ddp]
Alexa
Ab September: shoppen unweit des Fernsehturms. -Foto: ddp

Die Shopping-Mall Alexa biete Gästen jeden Alters eine Mischung aus Einkaufen, Erholung und Unterhaltung, sagte der Chef von Sonae Sierra, Álvaro Portela. 95 Prozent der Geschäftsfläche seien bereits vermietet. Ab dem 12. September sollen die Kunden das Center am Alexanderplatz bevölkern.

Das portugiesisch-britische Unternehmen Sonae Sierra hat den Angaben zufolge gemeinsam mit dem französischen Partner Foncière Euris 290 Millionen Euro in das Projekt investiert. "1000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen", sagte Portela. Die 56.200 Quadratmeter Geschäftsfläche teilen sich 180 Läden. Darunter sind große Anbieter für Unterhaltungselektronik und kleine Schreibwarengeschäfte, Supermärkte und Restaurants, bekannte Mode- und Kosmetikmarken.

Neun Millionen Besucher pro Jahr

Neben Einzelhandel und Gastronomie soll Alexa seinen Kunden Unterhaltungs- und Erlebniswelten bieten. So will die Züricher Kindercity dem Nachwuchs die Wissenschaft spielerisch vermitteln. Das Berliner Unternehmen Loxx wird die Stadtlandschaft mit Modelleisenbahn und -flughafen im Miniaturformat abbilden.

Die Mietpreise sind den Angaben zufolge nach Branchen und Lage zwischen 15 und 60 Euro pro Quadratmeter gestaffelt. Es wird mit rund neun Millionen Besuchern jährlich kalkuliert. Eine Tiefgarage bietet auf drei Ebenen 1600 Parkplätze.

Portela sagte, die Entwicklung von Einkaufszentren sei ein langfristig orientiertes Geschäft. Die Investition rechne sich nach neun bis zwölf Jahren. Alexa ist das erste Projekt der portugiesisch-französischen Partner in Deutschland. Nach Angaben von Portela soll möglichst jedes Jahr an einem deutschen Standort ein Einkaufszentrum hinzukommen. In Berlin verfolge das Unternehmen zurzeit aber keine weiteren Pläne.

"Spannungsbogen" zum restlichen Einzelhandel

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung begrüßt das Engagement der Investoren. "Wir freuen uns, dass es am Alexanderplatz weitergeht und dass Alexa bald eröffnet wird", sagte Sprecherin Manuela Damianakis.

Nach Auffassung des Hauptgeschäftsführers des Einzelhandelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, "kann Alexa eine Bereicherung für die Berliner Einzelhandelsfamilie werden". Er werde jedoch den "Spannungsbogen" zwischen dem Alexa-Standort in der Grunerstraße und dem Einzelhandel auf dem nahegelegenen Alexanderplatz beobachten. "Generell halten wir aber jedem Investor unserer Branche den Daumen hoch, damit sein Projekt ein Erfolg wird", sagte der Hauptgeschäftsführer.

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