Berlin : Alle Räder stehen still

Ein Kompromiss muss her, um den Termin für den Umbau des S-Bahnhofs Charlottenburg einzuhalten

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Noch immer streiten sich Bahn und Senat um den Grundstückskauf für eine Grünfläche vor dem SBahnhof Charlottenburg. Jetzt ist nach Angaben der Kontrahenten aber ein Kompromiss in Aussicht. Zuvor hatte es ein Gespräch zwischen Bahnchef Hartmut Mehdorn und Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) gegeben. Eine baldige Einigung ist auch nötig, denn die Zeit drängt, wenn die Bahn ihren Terminplan für den Umbau des Bahnhofs einhalten will.

Seit 24. Februar ist die S-Bahn-Strecke zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Charlottenburg gesperrt. Ursprünglich sollte die Strecke zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember wieder eröffnet werden. In den Bauinfos der Bahn heißt es zur Sperrung aber vorsichtshalber bereits, sie dauere „mindestens bis Ende 2003“. Der gesamte Zeitplan für den Bahnhofsumbau ist auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006 ausgerichtet.

Gearbeitet wird bisher aber nur an den Gleisanlagen, die saniert werden müssen. Am S-Bahnhof Charlottenburg, dessen zwei Bahnsteige Richtung Wilmersdorfer Straße verschoben werden sollen, sind sie dagegen noch nicht aufgenommen worden. Die Bahn will damit erst beginnen, wenn der Streit um den Grundstückskauf ausgeräumt ist. Für die Fläche am Stuttgarter Platz, die als Ausgleich für die gefällten Bäume zur Grünanlage werden soll, will der Senat erheblich weniger zahlen als die Bahn fordert. Der Senat bewertet die Flächen als Grünanlage, die Bahn dagegen sieht in ihnen Bauland.

Wenn die Bahnsteige zur Wilmersdorfer Straße herangerückt werden, um den Weg zum U-Bahnhof von 270 Meter auf 78 Meter zu verkürzen, muss dort ein neuer Zugang unter den künftigen Bahnsteigen angelegt werden. Außerdem muss die Bahnbrücke über der Wilmersdorfer Straße zum Teil abgerissen und breiter neu aufgebaut werden. Beide Vorhaben sind nur in der Sperrzeit der Strecke möglich, wenn die Kosten gering gehalten werden sollen. kt

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