Berlin : Alles auf grün

Ariane Bemmer

hat Angst vor dem Ökostrom in Berliner Ampeln Berlins 2000 Ampeln werden ab Januar mit grünem Strom befeuert. Mit regenerativem, aus umweltfreundlichen Kraftwerken. Und schon können diverse Neujahrsvorhaben, die ökologischeres Verhalten zum Ziel hatten, getrost in den Müll fliegen. Joghurtbecher ausspülen, bevor sie in der gelben Tonne landen? Saft nur noch in Pfandflaschen kaufen, Duschgel nur in Nachfüllbeutelchen? Pah, alles überflüssig! Stattdessen alle rein ins Auto und fleißig Ampeln passieren – ist ja für eine gute Sache.

Dass Berlin neuen Strom kaufe, beweise das „Kostensenkungspotenzial“ der Strommarktliberalisierung, schreibt die Hamburger Firma „Lichtblick“, die den Ökostrom liefern will. Mit anderen Worten: Berlin spare bei der Umstellung. Das ist gut. Die Firma Lichtblick war es selbst, die auf die anstehende Neuerung im Berliner Ampelwesen aufmerksam machte. Allerdings mit der zu äußerster Besorgnis Anlass gebenden Schlagzeile: „Stromversorger stellt auf grüne Welle um.“ Moment mal. Grüne Welle in 2000 Ampeln zugleich? Was hat Berlin sich da wieder andrehen lassen?

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