Berlin : Alles nach Plan: Für die Radler gibt es eine neue Karte

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„Es fahren mittlerweile Menschen Fahrrad“, sagte gestern Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer, „von denen man das vor zehn Jahren nicht geglaubt hätte.“ Zum Beispiel Menschen mit Aktentasche und Anzug, aber das sei nur ein Beispiel. Der Anteil der Fahrradfahrer am Verkehr sei inzwischen auf zehn Prozent gestiegen, und Junge-Reyer will ihn in den kommenden Jahren auf 15 Prozent treiben. Dabei soll ein neuer Stadtplan für Radler helfen, der gestern von Junge-Reyer, dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und dem Radlerverband ADFC vorgestellt wurde.

Aufgeklappt ist der Stadtplan über einen Quadratmeter groß. Auf ihm ist das Ergebnis von 12 000 Kilometern Testfahrt abgebildet. Denn Freiwillige des ADFC haben nicht nur die 9000 Kilometer Straße abgeradelt, sondern auch 3000 Kilometer Park- und sonstige Wege, um die Eignung für Zweiräder zu testen. Alle Straßen und alle Radwege haben sie klassifiziert in drei Kategorien (gut/mäßig/schlecht), zudem sind mehrere bezirksübergreifende Radfernwege aufgenommen: der Mauerweg, der Müggelseerundweg, der Wuhleweg und der Barnimer Dörferweg. Damit eignet sich die Karte auch für Sonntagsausflüge, allerdings ist sie durch ihre Größe etwas unhandlich. Anders als bei der ersten Auflage vor sechs Jahren ist das gesamte Stadtgebiet und ein Teil des Umlandes mit drauf.

Junge-Reyer kündigte an, dass in den kommenden Jahren weitere 40 Kilometer Radspuren auf der Straße markiert werden sollen. Als Nächstes sind die Greifswalder Straße, die Wisbyer- und Ostseestraße sowie Köpenicker Straße (Mitte/Kreuzberg), Mollstraße und Gorkistraße geplant. Zudem werden 103 Kilometer als Routen ausgeschildert. Begonnen hatte die Ausschilderung der sternförmig am Schlossplatz startenden Strecken im Vorjahr. Der neue Plan kostet 6,50 Euro, ist im Buchhandel und beim ADFC in der Brunnenstraße 28 erhältlich.

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