Berlin : Alles so schön grün hier

Ein Buch über Berlins prominente Parks

Sebastian Leber

Mehr als 2600 öffentlich zugängliche städtische Gärten und Parks gibt es in Berlin, so steht auf der Rückseite des Buches. Und dass die Autorin Kaija Voss die „schönsten, ungewöhnlichsten, malerischsten“ ausgewählt habe. Wer nun auf einen Ratgeber voller Geheimtipps hofft, auf Adressen, die selbst den meisten gebürtigen Berlinern unbekannt sind, wird enttäuscht. Voss stellt hauptsächlich die Orte vor, die auch in jedem Reiseführer angepriesen werden: Tiergarten, Mauerpark, Botanischer Garten, Schlosspark Charlottenburg, Britzer Garten, Volkspark Hasenheide, Pfaueninsel. Wenn die hier (sehr schön und ausführlich) präsentierten 28 Grünflächen wirklich die „ungewöhnlichsten“ der Stadt sind, spricht das nicht gerade für die anderen 2572. Immerhin: Auf den letzten vier Seiten wird unter der Überschrift „Parks und Gärten der Zukunft“ auf weniger bekannte Orte hingewiesen – zum Beispiel auf den winzigen Henriette-Herz-Park an der Lennéstraße. „Die Parks der Berliner“ ist eine sinnvolle Lektüre für Neuzugezogene. Oder für Berliner, die gerne historische Details über ihre prominenten Grünflächen erfahren möchten: wie der Monbijoupark zu seinem Namen kam, warum auf dem Gelände des Volksparks Rehberge beinahe ein Zoo entstanden wäre, was Theodor Fontane über die Pfaueninsel dachte. Als nützlicher Service sind zu Beginn jeder Parkbeschreibung die Öffnungszeiten und die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr aufgelistet.

— Kaija Voss: Die Parks der Berliner. Be.Bra Verlag, Berlin, 143 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, 9,90 Euro.

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