Berlin : Alles verspielt: Brüder rauben 18 Banken aus

Berlin - Nach 18 Banküberfällen klickten an einer Postbankfiliale in Pankow die Handschellen: Sechs Jahre lang waren die Brüder Frank und Ralf L. als Räuber-Duo unterwegs. Die 52 und 49 Jahre alten Männer hatten insgesamt rund eine Million Euro erbeutet. „Das Geld ist verspielt“, sagte der Jüngere am Mittwoch vor dem Landgericht.

Sie führten ein Doppelleben. „Wir hatten 1992 eine Gaststätte gekauft", sagte der Jüngere.“ Mit dem Landgasthof in Mecklenburg aber hätten sie nicht genug verdient, um Schulden, Glücksspiel und ihren Kokainkonsum zu schultern. Als Bekannte nichts mehr gaben, setzten sie auf Raub. „Eigentlich sollte nach dem ersten Überfall Schluss sein, wir sind ja nicht doof“, sagte Ralf L. und schluchzte.

Von 2006 bis Ende 2012 hatten sie 15 Mal Postbankfilialen in Berlin und dreimal in Brandenburg überfallen. Sie kamen verkleidet als Handwerker oder Reinigungskräfte kurz vor Geschäftsbeginn oder zum Feierabend, drängten Mitarbeiter in die Filiale und erzwangen unter Drohungen die Öffnung der Tresore. Im März wollte das Duo zum 19. Mal rauben. Die Polizei aber war schneller. Der Prozess geht am Freitag weiter. K.G.

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