Berlin : Alles, was Recht ist

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Von Ariane Bemmer

Dem Kardiologen-Kongress unlängst konnte man nur Gutes abgewinnen. Herzärzte, zu Tausenden in der Stadt, das bedeutete, dass jeder, der gerade irgendwo Herzschmerzen bekam, fachlich kompetente Versorgung in Rufnähe hatte. Auch der Architektenkongress zuvor war reichlich zur Freude angetan. Entweder hatten die Architekten selbst schöne Häuser für Berlin gebaut oder sie staunten über schöne Häuser, die andere für Berlin bauten.

Jetzt aber kommen die Juristen. Und damit ist Schluss mit lustig, denn mit Juristen ist nicht zu spaßen. Das merkt man schon während der Ausbildung: Nirgends wird so viel geklaut wie in den Bibliotheken der juristischen Fakultät. Was dann mit Lerneifer begründet wird. Sie klauen nämlich nur, um das Wesen des Kriminellen zu ergründen. Das zu den Studenten. Nun kommen die Professoren, und wer weiß, was der Stadt blüht. Vorsichtshalber sollten Hoteliers schon mal ihre Handtücher und Duschvorleger festschrauben. Und wehe dem, der sich im Straßenverkehr nicht korrekt verhält – und dabei mit einem der Paragrafenreiter zusammenstößt. Oder von einem erwischt wird. Verfolgung, Verurteilung und Vollstreckung sind garantiert. Handwerker können ein Lied davon singen. Ihr Alptraum ist der hausbauende Jurist.

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