Berlin : ALLES WIRD Knut

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Die Bären der Berlinale mögen noch so glänzen – die winzig-watte-weiße Konkurrenz aus dem Zoo strahlt mindestens genauso: Knut, der kleine Eisbär. Von heute an widmet ihm der Tagesspiegel eine Kolumne, mit den neuesten Nachrichten aus der Tierkinderstube. Schon vorab möchten wir uns beim Zoo und seinen Mitarbeitern sehr herzlich für die tierischen News bedanken.

8. FEBRUAR

Knut ist dicke da: Er wiegt mehr als fünf Kilo. Am Donnerstag stieg er in die neue Gewichtsklasse auf. Die Freude war groß im Eisbären-Kinderzimmer. Noch am Dienstag brachte der Kleine – seit 1933 der erste Eisbären-Nachwuchs im Zoo – 300 Gramm weniger auf die Waage. Erfreut meldeten seine Betreuer außerdem, dass ihr Schützling außer Backen- auch schon Schneidezähnchen zeigt. Mit denen knautscht er gierig die Nuckelflasche, aus der ihm Tierpfleger Thomas Dörflein sechsmal am Tag 100 Milliliter Nahrung verabreicht. Beinahe noch viel toller: Knut kann seinen „Ziehvater“, der sich seit der Geburt Tag und Nacht um ihn kümmert, nicht nur riechen, sondern auch sehen. „Er bewegt seine Augen und fixiert die Flasche“, sagt Heiner Klös, der als Kurator für die Raubtiere – also auch Eisbären – zuständig ist. Bis Knut mit 2,40 Meter bis 2,60 Meter und 300 bis 800 Kilo ausgewachsen ist, hat er noch viel vor sich. Etwa 40 Zentimeter ist das Junge von „Tosca“ gerade lang. So heißt Knuts 20-jährige Mutter, die einst ein Star im DDR-Staatszirkus war. Kunststücke muss Knut wohl nie lernen. Aber Laufübungen stehen täglich auf seinem Programm, damit die hinteren Beinchen so kräftig werden, wie es die vorderen schon sind.

9. FEBRUAR

Der Kleine ist jetzt so bekannt wie Robert De Niro. „Welcome Knut“ hat jemand unter die Berlinale-Logos am Potsdamer Platz gesprüht. Wer die Idee dazu hatte? Der größte Bärenhalter der Stadt: Berlinale-Chef Dieter Kosslick. hema

Knut im Internet:

www.tagesspiegel.de/Knut

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