Berlin : ALLES WIRD Knut

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5. April

Da weiß man gar nicht, wer süßer ist. Und wen von beiden man beglückwünschen darf, neben solcher Prominenz zu posieren – Knut oder Hollywood-Star Leonardo DiCaprio? Beide sind demnächst auf dem Titelblatt der US-Ausgabe der „Vanity Fair“ zu sehen. Auf einer frei treibenden Eisscholle. Leo blickt in die Kamera, Knut auf Leo. Das Bild ist leider nur eine Fotomontage. In besagtem Heft geht es nämlich um das Thema Umweltschutz, der Schauspieler stellt darin seinen Dokumentarfilm „The 11th Hour“ über die Folgen der Klimaerwärmung vor. Dafür posierte der 32-Jährige für die Fotografin Annie Leibovitz in einer isländischen Lagunenlandschaft. Und weil der Rummel um Knut längst auch in den Vereinigten Staaten angekommen ist und die Zeitschrift Knut zum Symbol für all das erklärt, was durch die Klimaerwärmung akut gefährdet ist, hat sie den Eisbären kurzerhand ins Leo-Bild reinkopiert. Das Porträt von Knut hat ebenfalls Annie Leibovitz aufgenommen, dafür ist die bekannte Fotografin – sie hat auch schon John Lennon und Yoko Ono abgelichtet – extra in den Berliner Zoo gefahren. Bedenkt man, wie rasant Knut in den letzten Wochen an Popularität gewonnen hat, sind weitere Titelseiten-Auftritte in amerikanischen Hochglanzmagazinen denkbar. Vielleicht löst das sogar eine Tourismuswelle aus, und Berlin kann Heidelberg den Rang als beliebtestes Reiseziel der Amerikaner streitig machen.

Und vielleicht kommt es dann ja auch mal zu einem persönlichen Treffen zwischen Knut und DiCaprio. Immerhin hat Letzterer eine deutsche Großmutter. Die lebt im nordrhein-westfälischen Oer-Erkenschwick – von dort sind es mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur viereinhalb Stunden bis zum Bahnhof Zoo.sel

Alles über Knut im Internet:

www.tagesspiegel.de/knut

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