Berlin : Alpine Schutthügel

Der Tierpark eröffnet eine Berglandschaft, der Zoo ein Freigehege für Bären und Wölfe

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Zwei Zoos für eine Stadt – geht das auf Dauer? Die Frage taucht in den Spardebatten Berlins zuverlässig immer mal wieder aus der Versenkung auf. Die Chefs von Zoo und Tierpark lassen sich davon nicht einschüchtern, sondern finden die gleiche Antwort: Ihre Gehege müssen noch schöner werden. Dabei wollen sie hoch hinaus, man kann das sogar in Metern ausdrücken: „Man fühlt sich wie in den Alpen! Die höchste Stelle ist 67 m NN.“ – so pries Bernhard Blaszkiewitz, Direktor des Tierparks in Friedrichsfelde, die gestern eröffneten Anlagen für europäische Gebirgstiere an. Teilweise waren diese eigens neu erworben worden. Der erste Abschnitt für asiatisches Getier war im November 2002 eröffnet worden. Dank einer Finanzspritze der Berliner Klassenlotterie über 2,3 Millionen Euro kamen nun Freianlagen für Steinböcke, Gemsen, Mufflons und Elche dran, ergänzt um Volieren für Kolkraben, Bartgeier, Schneeeulen, ein Gehege für Kraniche und zwei Landschaftskäfige für Wildkatzen und Vielfraße. Als Alpen dienen die Schutthügel der alten Kippe Friedrichfelde/Biesdorf, die aus den Trümmern kriegszerstörter Häuser entstanden waren.

Da mag der Zoo nicht abseits stehen und kündigte fürs Pfingstwochenende an, acht weiße Wölfe und vier Braunbären aufeinander loszulassen. Bislang getrennt, sollen sie sich jetzt in einem gemeinsamen, neu gestalteten Freigehege arrangieren, erstmal – sicher ist sicher – durch ein Gitter getrennt, doch bald schon hoffentlich friedlich vereint. ac

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