Berlin : Alpines Ambiente im Palast der Republik

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Der „Volkspalast“ geht in seine letzte Runde. Bevor der Abriss des Palasts der Republik im Dezember beginnt, übernehmen noch einmal Künstler die Regie. Und die sieht statt Abriss zunächst Aufbau vor: Am kommenden Freitag beginnen Arbeiter damit, in dem ausgehöhlten Gebäude eine Metallkonstruktion zu installieren, die außen von einer weißen Plastikhülle überspannt wird.

Die begehbare Rauminstallation wird erstmals am 4. August für alle zu erklettern sein – sie soll dem Matterhorn nachempfunden sein. Die alpine Installation wird 44 Meter hoch sein und zwölf Meter über das Dach der Palastruine hinausreichen (Bild oben). Ursprünglich hatten die Künstler aus den Sophiensälen und dem Theater Hebbel am Ufer davon geträumt, den gesamten Palast unter einer Berglandschaft verschwinden zu lassen (Bild rechts). Doch dazu kommt es nicht, das Projekt wäre zu aufwändig.

Die vom Hauptstadtkulturfonds geförderte Aktion wird bis zum 26. August laufen. Die Künstler verstehen ihren Berg als „paradoxe Intervention“ und sehen eine „Antwort auf eine Frage, die ohnehin nie gestellt worden ist“. Mit dem Berg werde das „ruinenhafte und dekonstruierte“ Gebäude, in dem einst die DDRVolkskammer tagte, „endlich erfahrbar“. oew

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