Berlin : Als die Deutschen noch staunten

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Das Bild, das wir heute im echten Wortsinne von der Bonner Republik haben, wurde maßgeblich von Jupp Darchinger bestimmt. Der 1925 geborene Fotograf prägte drei Jahrzehnte die Optik der „Spiegel“-Berichterstattung über die Politik der Republik. Die meisten Fotos von Willy Brandt oder Konrad Adenauer, die wir in Büchern über die junge Republik mit einem Déjà-vu-Gefühl betrachten, sind vermutlich von Darchinger. Dass das Deutschland jener Tage auch eine andere, eine bunte Seite hat, kann man nun täglich von 9 bis 18 Uhr im Atrium der EADS, des Raumfahrt- und Rüstungskonzerns, am Potsdamer Platz 1, besichtigen. Darchinger zeigt dort 82 Farbfotos aus den Kindertagen der Republik, neue Städte, Kriegstrümmer, vor allem aber Menschen. Bundestagspräsident Norbert Lam mert eröffnete die Ausstellung. Gastgeber Dieter Spöri begrüßte Arbeitsminister Franz Müntefering und Karsten Voigt , den Beauftragten der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Vor allem die Jahrgänge 1940 bis etwa 1945 amüsierten sich königlich – glaubten sie sich doch permanent selbst auf den Bildern zu entdecken. Auch für deutlich Jüngere ein Spaß. apz

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