Berlin : Als sei ein Regenbogen explodiert

Unlängst warb Sony für ein neues Smartphone mit einem Filmchen, in dem sich ein Touristenpaar in ein indisches Holi-Fest verirrt. Staunend steigen die beiden aus ihrer Autorikscha – und sind im nächsten Moment schon über und über mit buntem Pulver bestäubt.

Das Video hätte man ohne Weiteres in Berlin drehen können, auch hierzulande findet der hinduistische Brauch mehr und mehr Anhänger, wenngleich ohne seinen spirituellen Hintergrund. Am Samstagnachmittag war es im Reiterstadion des Olympiageländes so weit: 12 000 Teilnehmer hatten Karten gekauft, um sich beim „Holi Festival of Colours“ kunterbunt zu vergnügen. Eingefärbtes Maismehl war das wichtigste Utensil, und wer schlau war, hatte sich ganz in Weiß gekleidet, da kommt der Farbrausch am besten zur Geltung.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die drei Berliner Maxim Derenko, Jasper Hellmann und Max Riedel ein Holi-Fest im Postbahnhof organisiert, inspiriert von einer Feier, die Hellmann 2011 in Indien erlebt hatte. Mittlerweile veranstalten sie solche Farbpulverräusche in 13 deutschen Städten. Auslöser der Feiermode war ein Holi 2009 vor dem Krishna-Tempel in Salt Lake City. Der Ursprung liegt aber in Indien: Gefeiert wird der Sieg des Frühlings über den Winter, der Farbe über das Grau und genau genommen der des Guten über das Böse. In Berlin aber dominierte der Spaß. ac

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