Berlin : Alte Mitte, neues Leben

Luxushotel, Manager-Schule, Wohnsiedlung, noch ein Museum: Rund um den Schlossplatz wird fleißig geplant, gebaut und eröffnet

Matthias Oloew

Das Leben kehrt zurück an den Schlossplatz. Gestern übergab der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Schlüssel für das Staatsratsgebäude an die Manager-Schule ESMT, heute nimmt das Luxus-Hotel Radisson SAS den Betrieb auf. Es tut sich was, auch wenn die Entscheidung, ob das Schloss wieder entstehen soll, vertagt worden ist. Für Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) ist die Manager-Schule „ein wichtiger Beitrag zur Belebung des Schlossplatzes und zur Wiedergewinnung der historischen Stadtstruktur“.

Leben entsteht am Schlossplatz vor allem durch das Dom-Aquaree. Das Ensemble aus vier Blöcken mit Büros und Wohnungen, aber vor allem dem Luxushotel mit seinen Restaurants und Bars wird heute teilweise eröffnet. Knapp 500 Millionen Euro hat der Deutsche Immobilien Fonds (DIFA) in das Projekt gesteckt. Das Aquarium mit seinen 30 Becken und der 16-Meter hohe Wasserzylinder im Hotelfoyer sind seit Anfang Dezember geöffnet. Anziehungspunkt ist auch der Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums. Über 350000 Besucher sind seit seiner Eröffnung im Mai letzten Jahres gekommen. Die Eröffnung des Zeughauses und der Dauerausstellung von über 8000 Exponaten ist Ende des Jahres geplant. Und noch ein Museum entsteht in der Nähe. Der Architekt David Chipperfield baut für den Kunstsammler Heiner Bastian, der seine Sammlung ab 2006 an der Ecke Hinter dem Gießhaus/Am Kupfergraben in einem Neubau zeigen will.

Die prestigeträchtige Adresse „Schlossplatz 1“ wird ab Herbst 2005 die „European School of Management and Technology (ESMT)“ haben. Die Manager-Privatuniversität baut das ehemalige Staatsratsgebäude für rund 36 Millionen Euro um. Aber auch Wohnen wird in Schlossplatznähe möglich sein. Die Pläne für kleine Wohnhäuser auf schmalen Parzellen am Friedrichswerder neben dem Auswärtigen Amt sind so konkret, dass 2005 die Bauarbeiten beginnen. Die Parzellen sind alle vergeben. Auch in der so genannten Falkoniergasse neben der Friedrichwerderschen Kirche sollen vor allem Wohnungen entstehen. Sogar im Palast der Republik tut sich was: Am 13. März öffnet die chinesische Terrakotta-Schau. Die ersten Figuren sind schon da.

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