Berlin : Am besten Lamm

Spitzenkoch Thomas Kammeier bereitete sein Lieblingsrezept zu – und gab Tipps

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Ganz am Schluss gibt es noch ein paar Extratipps von IntercontiSpitzenkoch Thomas Kammeier: „Versuchen Sie mal, Schokolade mit Olivenöl aufzuschlagen, das befördert den Geschmack von Mousse au Chocolat ganz ungemein“. Tagesspiegel-Leserin Evelin Hitze lauscht konzentriert. Sie kocht unheimlich gern, wie auch Christel Woche, die sie beim Schaukochen des Rezepts aus der Sonnabendausgabe in der Feinschmeckeretage des KaDeWe unter gut hundert Zuschauern zufällig kennen gelernt hat. Beide Leserinnen haben alle Rezepte des Kochfestivals gesammelt, sorgfältig abgeheftet und ihrer jeweils beträchtlichen Sammlung von Kochbüchern hinzugefügt.

Zuerst führt Thomas Kammeier vor, wie man das Karree vom Müritzlamm, das er mit dreierlei Sorten Bohnen und zwei Saucen anrichten will, am besten portioniert. Sensible Gemüter lassen das lieber vom Fleischer machen. Ganz wichtig: ein halber Zentimeter Fett bleibt dran, um den typischen Lammgeschmack zu erhalten. Für den Chef vom Restaurant „Hugos“ ganz oben im Hotel „Intercontinental“ an der Budapester Straße geht nichts über das Lamm seines Brandenburger Lieferanten. Norbert Könnecke, der Chef der KaDeWe-Feinschmecker-Etage, erzählt allerdings auch von sehr guten Erfahrungen mit neuseeländischen Produzenten. Für Debatten über mögliche Vorzüge und Nachteile bleibt keine Zeit – schon wird das flockige Meersalz zur Verkostung herumgereicht.

Dann geht es an die Vorbereitung des Lammjus. „Das dampft“, nicken die Leserinnen sachverständig. „Man kann es gut vorbereiten und sogar einfrieren“, ergänzt Thomas Kammeier, als habe er die Bemerkung der beiden Frauen gehört. Ein weiterer Tipp des Spitzenkochs: Wichtig ist, dass man einen guten Rotwein zur Zubereitung nimmt, einen, den man auch gern so aus dem Glas trinkt. Nur dann ist gewährleistet, dass die Sauce sich so tief und schmeichelnd in die Geschmacksknospen senkt, wie es die der jetzt herumgereichten Probier-Portionen tut. In der Sauce baden derweil frische Wachsbohnen, grüne Buschbohnen und dicke Bohnen.

Während vorn die Möglichkeiten der Küchenraspel präsentiert werden, erzählt Tagesspiegel-Leserin Evelin Hitze von ihrer Sammelleidenschaft für neuartige Geräte. Das für die Zubereitung von Zucchini-Nudeln liebt sie besonders. Sie kocht nicht nur für ihre Familie, wie sie erzählt, sondern einmal im Monat auch ehrenamtlich im Seniorenheim. So bleibt der Genuss von Spitzenrezepten nicht nur einigen wenigen Auserwählten vorbehalten. Bi

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