Berlin : Am Potsdamer Platz kostet das Parken jetzt Geld

-

Vom morgigen Mittwoch an müssen Parkgebühren am Potsdamer Platz und in TiergartenSüd gezahlt werden. Der Bezirk Mitte verlangt zunächst überall 50 Cent pro halbe Stunde. In einem Großteil des Gebiets gilt die Gebührenpflicht bis 18 Uhr. Direkt am Potsdamer Platz, am Kulturforum und am Café am Neuen See muss dagegen bis 22 Uhr gezahlt werden (siehe Grafik). In diesen drei Bereichen ist für Mitte 2005 auch eine Gebührenerhöhung geplant. Der Höchstsatz von 75 Cent pro Viertelstunde soll dann am Potsdamer Platz gelten. Der Senat will demnächst die Gebührenordnung ändern, um dieses Maximum zu ermöglichen.

Das Bezirksamt will erreichen, dass zum Beispiel die Besucher des Potsdamer Platzes oberirdisch mehr freie Parkplätze finden. Bisher seien die kostenlosen Plätze am Straßenrand ständig zugeparkt, während die Tiefgaragen meist halb leer stünden, heißt es aus dem Straßen- und Grünflächenamt.

29 Kontrolleure werden die neuen Zonen überwachen. Manche von ihnen zeigten sich übereifrig und verteilten laut Anrainern bereits gestern Strafzettel. Startschwierigkeiten gibt es auch im Ordnungsamt. Noch seien nicht alle beantragten Anwohner-Vignetten verfügbar, war aus der Behörde zu erfahren.

Zu den 237 neuen Parkscheinautomaten gehören 60 Geräte am Potsdamer Platz, an denen auch per EC-Karte bezahlt werden kann. Das Bezirksamt will sogar die Bezahlung über Handy-Kurzmitteilungen (SMS) testen. Dazu soll im kommenden Jahr ein Versuch mit ausgewählten Autofahrern starten.

In Mitte gelten noch mehr Parkzonen als möglich. Laut Siegfried Dittrich vom Straßenverkehrsamt könnten dazu die noch kostenfreie Nordseite des Boulevards Unter den Linden und Teile von Moabit rund ums Bundesinnenministerium gehören. Gutachter sollen zunächst prüfen, ob Gebühren dort sinnvoll sind.

Aus anderen Bezirken sind keine Pläne für neue Gebührenzonen bekannt. Allerdings soll das Parken am Kurfürstendamm bald bis 22 Uhr kostenpflichtig werden. Grünen-Verkehrsstadträtin Martina Schmiedhofer wartet nur noch auf den Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf. Danach sei die Verlängerung in „ein bis zwei Monaten“ umsetzbar, sagt sie. Die rot-grüne Rathausmehrheit hat ihre Unterstützung bereits signalisiert. CD

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben