• Am Seddiner See findet heute das vorletzte Qualifikationsturnier für das Finale des Turniers statt

Berlin : Am Seddiner See findet heute das vorletzte Qualifikationsturnier für das Finale des Turniers statt

Hans Moritz

Der Countdown läuft. Auf der Anlage des Golf- und Country Club Seddiner See findet heute das vorletzte Qualifikationsturnier für das Finale der Volksbank Trophy statt. Der Seddiner See ist aus dem Veranstaltungskalender nicht wegzudenken, und für den heutigen Tag war der Andrang bei der Agentur der Organisatoren Angelika und Klaus Wördehoff besonders groß. Schließlich zählt der von Robert Trent Jones konzipierte Platz zu den idyllischsten Anlagen rund um Berlin.

Das spricht sich natürlich nicht nur in Berlin und Brandenburg herum. Schon vor dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin haben sich viele Bonner nach geeigneten Golfplätzen umgeschaut. Der Platz am Seddiner See zählte zu den bliebtesten. Zudem grenzt ein Wohnpark an die Golfanlage. Von den 220 Parzellen sind mehr als die Hälfte schon verkauft. Kürzlich bezogen auch einige Fußballprofis des Berliner Zweitligisten Tennis Borussia ein Domizil in der Ortschaft Wildenbruch, und einer der ersten Wege führte sie in die Rezeption des Golfclubs. "Wir haben gleich einen Schnupperkurs veranstaltet, inzwischen war auch Trainer Winfried Schäfer schon mal hier", freut sich Stephan Vogl, der Club-Manager.

Die Auslastung der beiden Plätze ist nicht nur durch die Begeisterung der TeBe-Profis stark angestiegen. Pro Jahr verzeichnet der Club am Seddiner See etwa 100 neue Mitglieder. Derzeit sind schon 600 Aktionäre als feste Mitglieder in die Bücher eingeschrieben, dazu gibt es 200 weitere Mitgliedschaften, die sich die Macher am Seddiner See mit unkonventionellen Ideen gesichert haben. So wurde etwa eine spezielle Golfwoche veranstaltet. An jedem Tag veranstaltete eine Firma ein Turnier für Mitarbeiter und Gäste, das im geselligen Rahmen mit Grillfest und Tanz ausklang.

Mit solchen Aktionen will Vogl die vielen Berliner Golfer an den Seddiner See binden. Fast 7000 aktive Golfer hat Berlin-Brandenburg, doch die spielen größtenteils in Clubs zwischen Hof, Braunlage und Lübeck. Ein Relikt aus den Zeiten der deutschen Teilung. "Es wäre doch schön, wenn diese Golfer hier spielen würden, wo sie wohnen, arbeiten und - wo die schönsten Plätze sind", wirbt Stephan Vogl. Hier sucht er den Konsens mit den anderen Managern der Region, "aber die denken viel zu oft nur an die Gesundung des eigenen Clubs. Aber wenn die anderen Clubs voll sind, dann kommen doch weitere Mitglieder in meinen." Außerdem sei man im Team doch stärker, sowohl als Stimme im Deutschen Golf-Verband als auch beispielsweise beim Kauf von Maschinen oder bei der Organisation einer Golfmesse. Die Weltmeisterschaft 2000 in Bad Saarow will Stephan Vogl als Chance nutzen. Und natürlich Turniere, die längst ihren festen Platz im Terminkalender haben. Zum Beispiel die Volksbank Trophy.

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