Berlin : Am Sonntag verkauft man gut 2000 Läden hatten geöffnet

Cay Dobberke

Der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr hat vielen beteiligten Geschäften gute Umsätze gebracht. „Das Haus ist voll, und von den 500 Parkplätzen ist keiner mehr frei“, sagte Marketingleiter Rolf Homölle von Möbel Hübner an der Genthiner Straße. Zufrieden waren auch die Händler in den Neuköllner Gropius-Passagen; allein der dortige Kaufhof zählte rund 10 000 Besucher. Dieter Zeih vom Kaufhof am Alexanderplatz rechnete sogar mit der vier- bis fünffachen Besucherzahl. Der Senat hatte die Verkaufszeit von 12 bis 17 Uhr wegen der Grünen Woche genehmigt, und nach Schätzung des Einzelhandelsverbandes öffneten etwa 2000 Läden.

Sie profitieren besonders von den Touristen, die zur Grünen Woche nach Berlin gekommen sind. Aber auch das milde Wetter und der am 27. Januar bevorstehende Winterschlussverkauf spielten eine Rolle. „Schon jetzt sind viele Artikel reduziert“, sagte Geschäftsführer Armin Devender vom Kaufhof in den Gropius-Passagen. Trotz der erfolgreichen Aktion zur Grünen Woche setzt er aber nicht auf einen generellen Sonntagsverkauf. Wichtiger seien längere Samstags-Öffnungszeiten. Die Pläne der Bundesregierung für eine Ausweitung bis 20 Uhr an Sonnabenden gehen ihm nicht weit genug.

Jährlich legt der Senat zusammen mit Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertretern vier Termine fest. Darüber hinaus ist anlässlich von Straßenfesten ein weiterer Sonntagsverkauf an einem bestimmten Ort möglich. In einer Umfrage des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf forderten jetzt 65 Prozent der mittelständischen Händler längere Öffnungszeiten von Montag bis Sonnabend. Nur eine Minderheit war am Sonntagsverkauf interessiert. Dies liegt an der Konkurrenzsituation: Kaufhäusern fällt es leichter, Sonntage zu nutzen. Kleinen Läden fehlt dafür oft das Personal.

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