Berlin : Amerikanische Jeeps mit Blaulicht

Condoleezza Rice wurde von US-Polizei bewacht

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Der Besuch von USSicherheitsberaterin Condoleezza Rice in Berlin ist zu Ende, und der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kurei verlässt am heutigen Dienstag die Stadt. Der Polizeihubschrauber in der Luft zeigte an, wo sich die beiden Politiker jeweils befanden. Die Behinderungen für Autofahrer hielten sich jedoch in Grenzen. Kurei, der die zwei Nächte im Interconti wohnte, hatte eine Ehreneskorte von fünf Motorrädern der Berliner Polizei. Die 49 Jahre alte Rice dagegen wurde von amerikanischen Polizisten bewacht – und die fielen auf in der Stadt. Denn die vier weißen zivilen amerikanischen Geländewagen fuhren mit Blaulicht durch die Stadt. Dies stieß bei manchen Passanten auf Verwunderung.

„Sie dürfen das“, hieß es bei der Polizei. Denn die Fahrzeuge mit Diplomatenkennzeichen hätten das Blaulicht nur bei Kolonnenfahrten angeschaltet. Das sei Pflicht, um anderen Autofahrern klar zu machen, dass ein geschlossener Konvoi passiert. So dürfen nachfolgende Kolonnenfahrzeuge auch über rote Ampeln fahren, sofern das erste Auto Grün hatte. In Deutschland registrierte Diplomatenautos aus den USA sind an der Ziffernkombination 0-17- und einer bis zu dreistelligen weiteren Zahl zu erkennen. Der Rice-Begleitschutz wendete dieses selbst für die Berliner Polizei ungewöhnliche Verfahren an, weil Ampeln in der Regel nur bei offiziellen Besuchen von Politikern abgeschaltet werden. Außerhalb von Kolonnenfahrten dürfen amerikanische Zivilfahrzeuge das Blaulicht aber nicht benutzen, hieß es bei der Polizei.

US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice sprach gestern mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Kurei über den Nahost-Konflikt. Ihm sollte sie einen Brief des amerikanischen Präsidenten George W. Bush übergeben. Rice war am Morgen bereits mit Außenminister Joschka Fischer zusammengetroffen. Kurei traf an Nachmittag im Kanzleramt auch mit Kanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer zusammen. Ha

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