Berlin : Amphibische Ufos

Im kommenden Frühjahr sollen in der Rummelsburger Bucht die ersten futuristischen Hausboote vor Anker gehen.

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Auf der Stralauer Halbinsel sollen schon im Frühjahr die ersten zwei von insgesamt acht Hausbooten vor Anker gehen. Sie sehen aus wie Ufos, heißen „Floating Homes“, schwimmende Häuser. Die WasserstadtGesellschaft verspricht sich davon mehr Attraktivität für das Entwicklungsgebiet. Die Firma Kunkat will die Hausboote bauen lassen, es hätten schon 200 Interessenten angefragt, heißt es. Im Herbst soll mit der Fertigstellung der Häuser begonnen werden. Doch noch steht nicht fest, welche Werft zum Bau der Hausboote den Zuschlag erhält, noch was die Objekte einmal kosten werden. Möglicherweise könnten es rund 400 000 Euro sein. „Es ist ein unternehmerisches Experiment“, sagte Geschäftsführer Olaf Kunkert, bei der Ausstellungseröffnung über die „Floating Homes“ im Ludwig-Erhard-Haus der Industrie- und Handelskammer.

Die „amphibische Architektur“ habe in ganz Europa viel Interesse geweckt, sagte Wasserstadt-Geschäftsführer Uli Hellweg. Die Entwürfe, die verwirklicht werden, stammen von den Architekten Grüntuch + Ernst. Die Häuser haben zwei Etagen und ein Sonnendeck. Eine Südterrasse führt zur Küche, das Oberdeck bietet Wohn- und Esszimmer sowie einen „freien Seeblick“ durch das Panoramafenster. Im Schiffsbauch mit Bullaugen und Kajütenatmosphäre liegen die Schlaf- und Sanitärräume. Die Boote haben eine Wohnfläche von 170 Quadratmetern und eine Terrasse von 56 Quadratmetern. Mit dem Projekt zeigten Wasserstadt-Gesellschaft und Investoren „Mut zur Vision“, sagte Hellweg. C. v. L.

Die Ausstellung „Floating Homes“ ist bis zum 29. August im Ludwig-Erhard-Haus, Fasanenstraße 85, zu sehen.

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