Berlin : An der Bildung wird weiter gespart Neue Hochschulverträge: Verhandlungen beginnen

-

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft nimmt am heutigen Freitag die Verhandlungen über die Hochschulverträge für 2006 bis 2009 auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Strukturreformen zur Umsetzung der Sparauflagen des rotroten Senats, wie am Donnerstag eine Sprecherin der Behörde sagte. Allein die drei Berliner Universitäten, die weitere Kürzungen in Höhe von 75 Millionen Euro hinnehmen müssen, wollen insgesamt rund 230 Professorenstellen streichen und Studiengänge einstellen. Als Konsequenz fallen aus ihrer Sicht rund 10 000 der derzeit etwa 85 000 Studienplätze weg.

Grundlage der Verhandlungen sind die Ende Juni von den Universitäten vorgelegten Strukturpläne, die erhebliche Einsparungen in Forschung und Lehre vorsehen. Die Wissenschaftsverwaltung geht davon aus, dass die Verhandlungen bis zum Frühjahr abgeschlossen sind.

Dagegen fordern die Grünen neben der Rücknahme der Sparmaßnahmen mittelfristig wieder die Finanzierung von 100 000 Studienplätzen. Wissenschaft und Forschung seien die Trümpfe für die Zukunft der Stadt, sagte die grüne Hochschulexpertin Lisa Paus. Die Realität sehe aber anders aus. Zu Semesterbeginn standen ihren Angaben zufolge für 50 000 Bewerber nur 13 300 Studienplätze zur Verfügung. ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben