Berlin : An der Seite der Patienten

von und Stephan Andreas Casdorff[Chefredaktion]
Tagesspiegel-Chefs: Stephan Andreas Casdorff (links) und Lorenz Maroldt. Foto: dpa
Tagesspiegel-Chefs: Stephan Andreas Casdorff (links) und Lorenz Maroldt. Foto: dpaFoto: picture-alliance/ dpa

Wer heute ins Krankenhaus kommt, der kann was erleben: freundlichen Empfang, helle Flure, sicheren Service, kompetente Behandlung – oder das krasse Gegenteil. Ja, auch das gibt es noch, verwirrende Informationen gleich hinter der Drehtür, schroffe Anweisungen, auf dem Dienstweg verschwundene Patientenakten, zwei Ärzte mit drei Meinungen. Sich mal geborgen fühlen und mal verloren, das erleben Patienten immer wieder. Und doch ist die Tendenz klar: Die Qualität der Kliniken hat sich verbessert – allem politischen Reformgewürge zum Trotz, wie die einen sagen, gerade wegen der politischen Eingriffe, wie die anderen meinen.

Fest steht jedenfalls, dass die Leistung der Kliniken transparenter geworden ist, also auch vergleichbar. Gut für die Patienten, vorausgesetzt, sie wissen, wie sie mit den Daten die für sie beste Behandlung finden. Wir wollen Ihnen dabei helfen.

Der Tagesspiegel war die erste Zeitung, die sich intensiv mit den Möglichkeiten der Qualitätskontrolle beschäftigt hat. Der Berliner Klinikvergleich, 2006 zunächst als Serie erschienen und später als Sonderheft, war eine Pionierleistung, über Monate vorangetrieben von unserem Kollegen Ingo Bach, inzwischen vielfach preisgekrönt. Ein Pflegeheimführer folgte und ein Ärztevergleich, das Internetportal „gesundheitsberater-berlin.de“ wurde gestartet, und heute beginnen wir mit der Veröffentlichung des vierten, wiederum erweiterten Klinikvergleichs.

So veröffentlichen wir erst mal für drei orthopädische Behandlungen Langfrist-Qualitätsdaten mit einem Beobachtungszeitraum von bis zu einem Jahr, das gab es in Deutschland noch nie. Erstmals dabei ist die Kinderheilkunde, und neu sind auch die Daten zur Behandlung von extrem Frühgeborenen.

Kooperiert haben wir wieder mit dem renommierten Iges-Institut, das die Ärztebefragung wissenschaftlich begleitet hat. Das Wissenschaftliche Institut der AOK steht hinter den aufwendigen Berechnungen der Langfristqualitätsdaten. Unser besonderer Dank gilt den Kliniken, die mit ihrer offenen Zusammenarbeit langfristig Verantwortung für ihre Patienten übernehmen.

Wir versprechen Ihnen eine interessante Lektüre – und wünschen Ihnen zugleich, dass Sie den Klinikvergleich nicht allzu oft brauchen!

Stephan Andreas Casdorff,

Lorenz Maroldt, Chefredaktion

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