ANDERE FÄLLE : Zuhause am Flughafen

Der berühmteste Flughafen-Dauerbewohner war Mehran Karimi Nasseri. Der Iraner lebte bereits 16 Jahre lang auf dem Flughafen Roissy-Charles de Gaulle in Paris, als Steven Spielberg seine Geschichte unter dem Titel „Terminal“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle verfilmte. Wie die finnische Frau in Tegel war auch Mehran Karimi Nasseri von einer gewissen Eleganz, er pflegte sich nachhaltig im Sanitärbereich für die Reisenden. Sogar Briefe an ihn wurden von der französischen Post jahrelang ohne Weiteres zugestellt. Als Adresse genügte: Sir Alfred Mehran am Flughafen de Gaulle.

Im Sommer vergangenen Jahres erregte eine 48-jährige Deutsche viel Aufsehen, die schon sechs Jahre lang auf dem Flughafen von Palma de Mallorca lebte. Weil sie stets ein weißer Kater begleitete, nannten die Flughafenmitarbeiter sie „La mujer del gato“ (die Frau mit dem Kater). Viele steckten ihr im Vorbeigehen Lebensmittel oder Euros zu. Wie die Finnin in Tegel galt „La mujer del gato“ als scheu.

Ende 2008 wurde der Fall des japanischen Touristen Hiroshi Nohara bekannt, der 117 Tage auf dem Flughafen von Mexiko-Stadt lebte. Er war erst nur zwischengelandet, entschied sich jedoch, auf dem Airport zu bleiben. Grund sollen „Herzensangelegenheiten" gewesen sein. Offensichtlich nahmen diese eine gute Wendung. Eines Sonntags kam eine Frau und nahm ihn mit. das

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