Berlin : Angeblich rechter Pädagoge: Lehrer kämpft weiter um Job und lehnt Abfindung ab

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Der wegen angeblicher Verfassungsuntreue gekündigte Charlottenburger Hauptschullehrer Thomas-Erich R. will sich nicht mit einer Abfindung von 80 bis 100 000 Mark zufrieden geben. Einen entsprechenden Vergleichsvorschlag habe sein Mandant abgelehnt, weshalb das Verfahren vor dem Arbeitsgericht fortgeführt werde, sagte der Anwalt des Klägers auf Anfrage.

Der Pädagoge habe "praktisch keine beruflichen Aussichten", wenn er dem Vergleich zustimme und den öffentlichen Dienst verlasse, sondern wäre "in zwei Jahren ein Sozialfall". Er sei auch bereit, etwa bei der Aufdeckung von Schwarzarbeit mitzuarbeiten oder in Justizvollzugsanstalten zu unterrichten.

Der Vorwurf, R. habe sich nachteilig über die parlamentarische Demokratie geäußert, sei erst im Nachhinein erhoben worden, sagte der Anwalt, der namentlich nicht genannt werden möchte. Zunächst habe es sich um eine "verhaltensbedingte Kündigung" gehandelt. Einer solchen Kündigung hätte aber eine Abmahnung vorausgehen müssen, was nicht geschehen sei. Um diesen Formfehler zu entkräften, hat nach Ansicht des Anwalts das Landesschulamt offenbar den anderen Kündigungsgrund in den Vordergrund gerückt.

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